2017 | Jahresrückblick

Über das Thema Vorsätze habe ich mich ja schon zur Genüge ausgelassen, was nach den ganzen Plänen für 2018 aber noch fehlt, ist der Rückblick auf 2017.

Denn wie ich schon vor einem Jahr schrub:

„[…] abgesehen von irgendwelchen Sendungen mit austauschbaren Moderationsgesichtern wie Jauch, Pilawa und Lanz, die einem nochmal aufzählen, welcher Promi alles so gestorben ist, welches Schicksal (gerne was mit Kindern oder Welpen) uns dieses Jahr besonders mitgenommen hat und wo es das schönste Happy End des Jahres gegeben hat (gerne was mit schwerer Krankheit und Heiraten), befassen wir uns irgendwie recht ungern mit dem [dahin gesiechten] Jahr.

Also mit dem, was wir selbst in den vergangenen zwölf Monaten so gemacht haben. Denn unabhängig von den ganzen Promis, die im vergangenen Jahr verblichen sind, ist man selbst es ja nicht. Also verblichen. Und wenn man sich noch einmal so vor Augen führt, was man in 12 Monaten so alles gemacht, erlebt, gefühlt und gesehen hat, ist das gar nicht mal so wenig.

Halten wir also einen Moment inne für eine Ruheminute für das jüngst von uns gegangene Jahr, in dem zumindest ich eine ganze Menge gemacht habe.“

Und zwar Folgendes:

  • Nach einem Jahr als komplette Freiberuflerin fand ich mich in einer Festanstellung wieder.
  • Zu meiner Überraschung macht das in Bezug auf Stress und Überstunden wirklich null Unterschiede! #Yeah
  • Ich habe mich der grausamen Realität gestellt und mich beim Fitnessstudio wieder abgemeldet. (P.S.: Ich war binnen eines Jahres etwa vier Mal da, ich Tier!)
  • Ich habe mein allererstes Auto gekauft. Okay, es ist ein Smart und ich habe schon britische Bulldoggen gesehen, die größer wirken, daher könnte man über den genauen Begriff Auto streiten, aber wir wollen mal nicht so kleinlich sein …
  • Ich habe mein erstes Buch veröffentlicht und zu meiner Überraschung (noch eine!) haben es Menschen gekauft. Ach, und dann auch gelesen! Einige davon fanden es ganz okay.
  • Ich bin mit dem Lütten in Urlaub gefahren. In ein anderes Land. Mit Meer und Möwen und Muscheln – und dem schönsten Wort der Welt: Poffertjes.
  • Ich habe das erste Mal seit drölfzehn Jahren wieder ein Buch gelesen und sehr viel in der Sonne gelegen. Das sollten wir alle viel häufiger machen. Also beides.
  • Ich habe auch 2017 wieder viel geweint.
  • Ich habe wieder viel an mir gezweifelt.
  • Ich habe erkannt, dass sich etwas ändern muss. Dass ich etwas ändern muss. Macht offenbar sonst keiner.
  • Ich habe die Pille abgesetzt und aufgehört zuzunehmen.
  • Ich habe außer Kondomen immer noch keine für mich taugliche Verhütungsmethode gefunden und es ist nicht gänzlich unwahrscheinlich, dass ich wieder schwanger werde und dann den Kontakt zu allen Menschen abbrechen muss, weil ich denen das echt nicht noch ein zweites Mal plausibel erklären könnte …
  • Ich habe den Vertrag für ein zweites Buch unterschrieben.
  • Ich bin umgezogen, in eine kleinere Wohnung in einem nicht so fancypopancy Viertel, dafür mit Garten. Nicht, dass ich eine Ahnung von Gärten hätte, aber es klingt so hübsch, wenn man sagen kann, dass man einen Garten hat.
  • Ich habe einen Garten.
  • Ich habe zwischendurch noch mehr geweint.
  • Ich habe noch ein bisschen mehr an mir gezweifelt.
  • Ich habe überlegt, dass mit dem zweiten Buch doch sein zu lassen.
  • Ich habe erneut einen Kindergeburtstag veranstaltet, obwohl ich mir fest vorgenommen habe, so einen kräftezehrenden Unsinn nie wieder zu machen.
  • Aber vor allem: Ich habe auch dieses Jahr überlebt. Im wortwörtlichen Sinne.

Im Großen und Ganzen war auch 2017 ganz schön viel Mist. Wieder viel Wut und Frustration. Aber auch am Ende dieses Jahres stand ich noch.

Und manchmal ist das alles, was zählt.