Urlaub: Tag 02

Liebes Tagebuch,

endlich in Bonn! Dieser wunderschönen Metropole am Rhein, dieser traumhaften Großstadt, meiner Geburtsstätte. Hier hat sich nicht viel verändert. An meinem Stamm-Crêpes-Stand steht lediglich ein mir fremder Mensch, dem ich sagen muss, was auf meinen Crêpe soll, weil er es nicht weiß, weil ich nicht mehr hier wohne und jeden Tag eine Crêpe kaufe. Das macht meinen Besuch in dieser „Stadt“ um ein vielfaches anstrengender.

Außerdem gibt es immer noch keinen Dunkin‘ Donuts und du weißt ja, das Einzige, was mich vergessen ließe, dass ich hier bin, wäre ein weicher, süßer Bavarian Creme.

Stattdessen kaufen wir mit dem Antichristen Sandalen. Wobei ich stark davon ausgehe, dass selbst Herkules hingeschmissen hätte, wenn er bei seinen Prüfungen – statt Rinder-Ställe ausmisten oder Monster besiegen – mit einem Vierjährigen hätte Schuhe kaufen müssen.

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Urlaub: Tag 01

Heute ist mein erster Urlaubstag. Mein erster richtiger Urlaubstag. Also meines ersten, richtigen Urlaubs seit fast 1,5 Jahren. [Noch einmal mit Emphase: An-dert-halb-Jah-re!]

Letztes Jahr im Sommer war ich eine gute Woche in Sankt Peter-Ording, aber da hatte ich meinen Laptop mit, habe abends gearbeitet, während ich mir den Sand aus den Ritzen pulte – und außerdem musste ich, um mir eine Woche freinehmen zu können, einen Monat lang, jedes Wochenende arbeiten, um alles für diese eine Woche vorzubereiten. Also gilt das irgendwie nicht. Behaupte ich jetzt einfach mal.

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