Filterlos – Teil 1

Eigentlich plante ich am 1. April aus meiner kleinen Instagram-Pause „zurückkommen“, aber als ich an dem Tag ein passendes Selfie machen wollte (denn was passt besser zu einem Hallo-ich-bin-wieder-da-Post?), habe ich dabei fast die Krise bekommen.

Wo kommen die ganzen Kinns her? Hab ich ne neue Allergie oder wieso ist da plötzlich (sic!) mehr Gesicht als vorher? Kann man eigentlich noch bleicher sein? Und warum ist es nicht verboten, nach seinem 30. Geburtstag noch Pickel zu bekommen, nur weil man mal wieder 1 bis 17 Tafeln Schoki gegessen hat? UND WO ZUR HÖLLE KOMMEN DIE GANZEN KINNS HER?

Kurzum: Meine Visage sagte mir an jenem Tag so gar nicht zu.

Einen Beauty-Filter zu verwenden (größere Augen, längere Wimpern, vollere Lippen, sexy Wangenknochen und das alles bitte als Menü mit ’ner großem Pommes und ’nem Vanille Milchshake! 💁🏻‍♀️), fand ich jedoch albern.

Mir kurzerhand ein paar freche YouToube-Tutorials reinzuziehen und ratzfatz zur Contouring-Großmeisterin zu werden ebenfalls. (Abgesehen davon war ich damals offenbar gerade an der Eisbar, als Gott die Make-Up-Skillz verteilt hat; meine Chancen trotz Tutorials nicht wie ein psychotischer Clown auszusehen, sind also ohnehin überschaubar.)

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Ein kleines Lächeln im Januar

Das neue Jahr ist einen Monat alt, meines aber genau genommen erst sechs Tage – da ich aus Gründen beschlossen habe, dass der Januar nicht gilt!

Viel Scheiß ist in den letzten Wochen und Monaten passiert, vieles, das ich gerne ungeschehen machen würde, das ich aushalten musste, mit zusammen gebissenen Zähnen und tiefen Furchen des Zorns zwischen den Augenbrauen. Jetzt ist der Februar da und ich kann endlich auch geistig ins Neue Jahr starten bzw. mir auch mal Gedanken machen, was ich nun mit diesem Jahr anfangen möchte.

Und trotz aller beschissenen Momente in der letzten Zeit gab es auch Überraschendes. Zum Beispiel, dass ich mir endlich wieder Zeit genommen habe, Matroschkas zu machen. Erst eine Große als Einzelstück und dann sogar noch ein 3er Set für den Valentinstag. Etwas, was ich wirklich seit Ewigkeiten wieder machen wollte. Das Herstellen dauert gefühlt ewig, weil man ständig warten muss, bis einzelnen Schichten fest und getrocknet sind, und regelmäßig zweifelt man, ob es denn am Ende auch wirklich so aussehen wird, wie man es sich vorgestellt hat …

Sind sie aber endlich mal fertig, ist es ein kaum zu beschreibendes Gefühl. Ich will nicht sagen, das der Januar deswegen doch ganz geil war – aber wenn man es selbst schafft, sich hin und wieder ein Lächeln ins vergrämte Gesicht zu zaubern, ist das doch einiges wert.

Und nun: Auf, auf, in den Februar! Auf ins Neue Jahr!