Tschüss Komfortzone

Ich will nicht sagen, dass ich mich unbeschreiblich schwer verletzt habe, aber mein Daumen tut sooooo weeeeeeh! Für so Nagelknipser sollte es wirklich einen Waffenschein geben. Zumindest für Menschen wie mich.
 
Zeichnen ist damit zwar ein bisschen schwer, fast unmöglich, dass ich nicht ohnmächtig dabei werde, grenzt an ein Wunder, aber ich habe mich meiner schweren Verletzung zum Trotz heute mal entschlossen, meine Motiv-Komfortzone zu verlassen und mit einem ganz anderen Thema anzufangen …

Wann habt ihr das letzte Mal eure Komfortzone verlassen? Dass ist gar nicht so schlimm, habe ich festgestellt. Ihr solltet nicht damit warten, bis ihr euch auch fast Gliedmaßen amputiert. Das Leben ist einfach zu kurz zum Warten.

It’s Selfie-Time

Wenn man mit sich nicht im Reinen ist, ist es gar nicht so einfach, ein Selfie zu machen, bei dessen Anblick man nicht brechen möchte.

Das Wissen, dass das nur im eigenen Kopf stattfindet, hilft nicht wirklich. Die Existenz von Make-Up und Beauty-Filtern, die zwar ein Foto hübschi machen können, aber auch nicht helfen, wenn man morgens vor dem ersten Kaffee unvorbereitet am Badezimmerspiegel vorbeischlumpft, genauso wenig.

Und dennoch war es mir wichtig, ein Selfie zu machen. Einfach, weil es nicht besser wird, es nicht zu machen. Sondern ich mich mit mir auseinandersetzen muss, wenn es anders werden soll.

Ich hatte kürzlich ein kurzes, aber sehr gutes Gespräch darüber, dass es den Weg zur Lösung meiner Problemen nicht gibt, aber dass es einen Weg gibt. Und dass ich entscheiden muss, was ich will, wie sehr ich es will. Und dass es eben ganz allein an mir liegt, etwas zu ändern. An mir, meinem Wohlbefinden, meinem Körper.

Und dazu gehört auch, die Augen nicht vor dem zu verschließen, was ist. Was geändert werden soll. In diesem Sinne: Hallo, mein Name ist Claudia, ich bin kürzlich 37 geworden und wiege (immer noch) knapp 100 Kilo.

An zumindest einem dieser drei Dinge werde ich nun etwas ändern.