April, April …

… Ich würde das so gerne sagen. April, April. Nur Spaß! War nur’n Scherz! Nur, dass es kein Scherz ist.

Aber fangen wir doch am Anfang an.

Der ein oder andere weiß es vielleicht: ich arbeite seit einiger Zeit für Women’s Health. Sicherlich kann da durchaus die Frage aufkommen, was genau ich da zu suchen habe. Schließlich finde ich es bis heute absurd, in seiner Mittagspause Sport zu machen, halte Lebensmittel ohne Kohlenhydrate für generell sinnlos und habe bis heute keinen blassen Schimmer, was zur Hölle diese Sache mit den Chiasamen soll.

Aber als offizielle Facebook-Uschi muss ich all das vielleicht auch nicht. Außerdem dienen meine expandierenden Körperausmaße sicherlich als Abschreckung und Ansporn für meine Kolleginnen, auch weiterhin in ihrer Pause in den Keller zu gehen und abenteuerliche Dinge wie Squats, Dips oder Crunches zu machen. (Und nein. Nichts davon kann man essen. Ich hab’s extra gegoogelt.)

„So jemand wie ich“ hat aber natürlich noch einen anderen Vorteil.

Denn dieses Jahr hat man sich fürs Heft eine Reihe von Challenges überlegt. Wie schaffe ich innerhalb eines Monats einen sauberen Klimmzug? Wie kann ich einen Monat leben, ohne Müll zu produzieren? All so Sachen.

Als die Frage aufkam, wer aus der Redaktion wohl am Besten dafür geeignet sei, einen Monat ohne Zucker zu leben, stand man relativ schnell mit einem breiten Grinsen an meinem Schreibtisch. Natürlich wäre ich nicht ich, wenn ich auch nur eine Sekunde derlei Unsinn in Betracht gezogen hätte.

Stattdessen schaffte man es aber, mich für eine andere Challenge zu überzeugen: Einen Monat vegan zu leben.

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Missverstandenes Tofu

Ich verspüre den Drang ein Buch zu schreiben. Also noch eines. Also falls das andere jemals fertig wird. Der Titel wäre auf alle Fälle schon einmal gefunden: „Warum vegetarisch leben kacke ist und warum ich es dennoch versuche.“

Wobei ich vor allem dem ersten Teil des Titels besondere Beachtung schenken würde.

Natürlich steht das Konzept noch nicht zur Gänze, aber nach gewissen Vorfällen am Wochenende in der Küche, weiß ich zumindest, worum es im ersten Kapitel gehen wird!

Kapitel Eins: „TOFU – Ein Leben voller Missverständnisse und Vorurteile“.

TofuIch würde mich vorrangig den Fragen widmen, warum es riecht, schmeckt und aussieht wie es nun mal riecht, schmeckt und aussieht und würde in alter Galileo-Mystery-Manier das Geheimnis lüften, ob es letztlich nichts anderes ist, als das inzestuöse Endprodukt, welches entsteht, wenn Kotze, Fimo und Hundefutter versuchen, zarte Liebe zu machen.

Wie gesagt, noch ist es nur ein Gedankenspiel, aber ich habe so das dumpfe Gefühl in der Magengrube – dort, wo gerade die Inhalte des wöchenendlichen Essens vor sich hinfaulen und nun vermutlich besser aussehen, riechen und schmecken als vor dem Verzehr –, dass ich nicht die Einzige bin, die sich immer mit diesen geradezu metaphysischen Fragen auseinandersetzt.

Stay tuned!