Tschüss 2019

Das war eines der letzten Fotos, das ich 2019 gemacht habe. Am letzten Tag eines Jahres, das, wie die vorherigen, wirklich anstrengend war. Aber ich stehe noch. Immer noch. Und bin dankbar. Für die kleinen Momente, die einen haben Kraft tanken lassen. Für die Menschen, die immer an meiner Seite sind.

Und für diese Chaosnudel. Seelenhund. Zerstörerin der Welten. Love of my life.

Keine Hunde auf dem Sofa!

„Die Hunde dürfen nicht mehr aufs Sofa,“ sage ich und versuche dabei möglichst überzeugend zu klingen. „Aha,“ sagt sie. Und fügt noch ein leises „So, so …“ hinzu. Als wäre sie meine Oma und ich ihre fünfjährige Enkelin, die gerade erklärt hat, dass sie bald alleine zum Mond fliegen will.

Zugegeben, die Operation „Hundefreie Liegeflächen“ ist ein schon länger andauerndes. Ungefähr ähnlich langwierig und erfolgreich wie Stalingrad. Aber man gibt eben die Hoffnung nicht auf. Aufgeben ist einfach nicht. Egal, wie viele Rückschläge man erleidet, egal, wie sehr man auch weiß, wie albern man sich inzwischen anhört, wenn man sagt, dass man fest daran glaubt, die Kiste jetzt aber doch noch rumreißen zu können.

Ich kann ja auch nichts dafür, dass das so lange dauert. Schauen Sie sich das Gesicht doch an. Diese tiefen Stirnfalten, die Besorgnis, die mimische Verwundbarkeit, die großen, dunklen Augen, die stumm nach Liebe schreien.

Außerdem ist ihr Fell wirklich sehr, sehr weich, ihr Kopf riecht immer ein bisschen nach Keksen und sie ist die beste, größte Wärmflasche der Welt. Ist es da wirklich verwunderlich, dass ich auch bei dieser Angelegenheit die Inkonsequenz in Person bin?

Aber jetzt wird alles anders. Wirklich. Sie hat ein neues Körbchen. Direkt beim Sofa. Direkt bei der Heizung. Damit sie trotzdem bei mir in der Nähe sein kann und es kuschlig warm hat.

Und ich bin super zuversichtlich, dass das jetzt klappt. „Von nun an keine Hunde mehr auf dem Sofa,“ sage ich. „Hmm,“ wiederholt sie tonlos „is‘ klar.“