DSGVO am A*sch

„Was ist DSGVO?“ fragt er und sein Gesicht strahlt die bange Furcht aus, ich wolle vielleicht über Chromosomen und DNA mit ihm sprechen. Kein Wunder, klingt DSGVO auch wie irgendwas aus dem Biologie-LK-Buch, irgendwas auf Seite 237, in dem kleinen Kasten neben Adenin und den anderen Nukleinbasen, irgendwas, von dem man hofft, dass es in der Prüfung nicht drankommt und was natürlich drankommen wird und dann sitzt man da, weinend über seinen Prüfungsbogen und fragt sich eben: Was zu Hölle ist DSGVO?

Bitte fragen Sie mich das jetzt auch nicht. Denn verstanden habe ich es wie fast alle natürlich nicht. Ich habe einfach alle Artikel dazu gelesen, zwischendurch sehr nervös mit dem rechten Auge gezuckt, vorrangig, weil jeder Artikel erst einmal darauf verwies, dass man ja kein Anwalt sei und deswegen das, was man gleich in Begriff sei auszuführen, auch nicht 100%ig wüsste und man deswegen auch nicht dafür haftbar sei. Also in dem Fall, dass jemand das lesen und glauben und alle Ratschläge befolgen und dann ordentlich abgemahnt werden würde.

Denn darum geht es ja. Um das Abmahnungs-Damokles-Schwert. Nicht nur, dass keiner weiß, wer wann wen weswegen genau abmahnen könnte – es ist noch nicht einmal klar, ob dieses Schwert da überhaupt baumelt über unseren bloggenden Köpfen.

Menschen in Belgien haben sich das ausgedacht, Politiker, vielleicht waren auch Juristen anwesend, so bescheuert wie das alles ausformuliert wurde, spricht sowohl sehr viel für als auch gegen die Anwesenheit von Juristen. Ich kenne diese Menschen in Belgien nicht, die sich Gesetze und Richtlinien für die EU ausdenken, aber der Mann aus Würselen wurde uns ja auch von dort geschickt, spätestens seit diesem Zeitpunkt bin ich ja höchst skeptisch, wenn Menschen vom Europäischen Parlament irgendwelche Ideen haben.

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Fit oder nicht fit – das ist hier die Frage

Irgendwann im August oder September, kurz nachdem mein Buch erschienen war, gab es irgendwo in den Untiefen des Netzes ein Interview dazu mit mir. Und wie das so ist: Das Interview wurde auf Facebook gepostet und Menschen kommentierten.

Facebook-Kommentare – #Hach

Woran sich mancheiner bei mir stieß, war überraschenderweise nicht, dass man das Buch doof fand. Oder mich fett und dumm. Nein, das wäre zu einfach. Selbst für Facebook.

Denn im Interview wurde in einem halben Nebensatz erwähnt, dass ich für Men’s Health und Women’s Health arbeite. ICH! Die doch ein paar Zeilen weiter oben im Interview noch gesagt hatte, dass sie kein Fan von diesem Optimierungskram ist, sich nicht gerade als Sport-Enthusiastin outete und – aus beinahe religiösen Gründen – alle Lebensmittel ablehnt, die mehr Vitamine als leere Kohlenhydrate enthalten.

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