Kindermund

Ich bin ja immer ein bisschen erleichtert, wenn ich sehe, dass ich nicht die Einzige bin, die die Anekdoten über den vermeintlich hochbegabten Nachwuchs, die regelmäßig auf Twitter kundgetan werden, hin und wieder etwas albern findet.

Klar, unsere Kinder sind alle toll und empathisch und supa kluk, aber bei so manchem deepen Zitat und mitfühlender Frage eines Zweijährigen – vorgebracht mit der grammatikalischen Perfektion eines Thomas Mann – wird man ja schon ein bisschen stutzig. Daher, liebe Eltern, lasst euch nicht irritieren, wenn sich die Gespräche eurer Kinder „lediglich“ über Pupse und ähnlich intellektuell hochtrabende Themen drehen.

Denn auch wenn mein kleines Feministenherz kurz ein bisschen hüpfte, als der Fünfjährige die Tage fragte, warum beim Hobbit denn keine Frauen mit bei Thorins Gruppe seien, hat er ebenso sehr, sehr stolz erzählt, dass er seinen Popeln Namen gibt. Und ich weiß nicht wieso, aber das Zweite wird mir vermutlich länger im Gedächtnis bleiben.