Monatsrückblick | November 2017

5 Dinge, die ich vergangenen Monat gemacht habe:

(sein) Gelassen

So zu tun, als wäre alles in Ordnung, als hätte ich alles weiterhin unter Kontrolle, als wäre alles weiterhin voll supi und töfte. Stattdessen der Ärztin endlich erlaubt, mich aus dem Verkehr zu ziehen und krankzuschreiben. Und zwar für den Rest des Jahres. Zusätzlich neue Medikamente bekommen, die zwar hübsche Nebenwirkungen haben, aber solange Leberwerte und EKG okay sind, tapfer ignoriert werden können. Was tut man nicht alles für die Genesung?!

Gesehen

Aufgrund besagter Krankschreibung viel. So viel, dass es hier eine eigene Auflistung gibt.

Gegessen

Überraschend viel Gemüse. Brokkoli, Spinat, Blumenkohl, sogar Wirsing. Ich meine: WIRSING! Vermutlich mehr Gemüse als in den zehn Monaten dieses Jahres zuvor. Ironischerweise aufgrund der Appetitlosigkeit – die mich veranlasst, die wenigen Mahlzeiten, die ich zu mir nehme, möglichst vitaminreich zu gestalten.

(Mein innerer Ernährungsberater, der sich seit Jahren den Mund fusslig redet, ist gerade sehr aufgeregt und kann sein Glück kaum fassen …)

Gemerkt

Dass es verflucht schwer ist, Verhaltensmuster und Gewohnheiten zu verändern, die sich über Jahre oder gar Jahrzehnte tief ins eigene Ich eingefressen haben. Und dass ich etwas geduldiger mit mir selbst sein muss – und aufhören sollte, zu erwarten, dass ich mich selbst innerhalb weniger Tage ändern kann.

Vielleicht dauert es Monate oder Jahre – wichtig ist nur, dass ich stetig weiter daran arbeite!

Gefreut

Darüber, dass sich eine sehr liebe Freundin extra in die klaustrophobische Enge eines Flixbusses gesetzt hat, um mich für einen Tag in Hamburg zu besuchen. Ich leugne es ja sehr gerne, aber manchmal können Menschen schon ein bisschen toll sein. Also einzelne. Nicht alle natürlich. Das wäre absurd.

Aber wenn wir tatsächlich solche Menschen in unseren Leben haben, die ein klein bisschen toll sind, dann sollten wir vielleicht hin und wieder häufiger überlegen, was wir tun können, damit wir für andere ebenfalls so ein Mensch sein können.

Nur so ein Gedanke. Liegt vermutlich an der nahenden Weihnachtszeit, dass ich ein bisschen rührselig werde …

2 thoughts on “Monatsrückblick | November 2017

  1. Dann wünsche ich dir mal gute Besserung und glaube mir: Du bist nicht allein! Ich bin am Dienstag auch ins Krankenhaus eingefahren und vertreibe mir jetzt meine Zeit mit süßem Nichtstun oder Film schauen – nur das mit der Krankschreibung ist als Selbstständige so eine Sache^^

  2. Und Du bist ein bisschen sehr toll!!! Für andere, mich zum Beispiel. Ich lese hier gerne und bin gerührt von Deiner Gerührtheit, weil der dunkle Monat mit dem Fest der Liebe mich auch so rührselig macht. Ich liebe es von offenen Herzen zu lesen, egal ob direkt oder zwischen den Zeilen.

    Gute Besserung und eine stärkende Zeit!
    Anna

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