Keinen Bock

So. Mal tacheless. Thema Facebook. Wo ich seit geraumer Zeit mit hemmungsloser Abwesenheit glänze. Dort ist es nicht so ruhig, weil ich so viel zu tun habe (was der Fall ist) oder weil ich nichts zu sagen habe (was nicht der Fall ist) – sondern weil ich irgendwie den persönlichen Bezug zu Facebook verloren habe.

Ich hab keinen Bock auf einen Redaktionsplan für frechen Content, heute ’ne Quotecard, morgen ’nen Link und Freitag ’nen thematisch passenden Beitrag von einer Partnerseite teilen … Ich habe keine Lust, Sachen, die ich woanders gepostet habe, für Facebook aufzubereiten …

Ich persönlich nutze Facebook nur noch, um die drei, vier Leute/Seiten zu stalken, die nicht auf Instagram sind. Alles andere ist stummgeschaltet. Ich konsumiere nichts, lese nichts, klicke nichts.

Facebook ist zu einem digitalen Erinnerungsstück geworden, eins von der Sorte, die man im Urlaub an einem kleinen Büdchen kauft, ein Fläschchen mit Sand oder ein handgeknüpfter Untersetzer, und das dann die nächsten 21 Jahre zuhause von einer Ecke in die andere fliegt, die letzten Jahre dann in einer Kiste haust, bis man sich endlich dazu entschließt, es wegzuschmeißen.

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17 Sekunden

Der Moment, wenn ich ausnahmsweise mal auf dem Sofa sitze und dem Irrtum unterliege, ich könnte hier einfach mal ein bisschen rumlümmeln, so ganz alleine, einfach mal ein wenig runterkommen, einfach mal nichts tun, und dann binnen 17 Sekunden sechs weitere Lebewesen neben und auf mir Platz nehmen.