Rückzugsorte my love

Rückzugsorte sind wichtig. Bei mir ist das normalerweise ja das Klo. Ein kleiner Raum, bei dem es gesellschaftlich akzeptiert ist, die Tür hinter sich abzuschließen, und wo auch keiner fragt, wieso man so lange dort war. (Gott segne das Tabu-Thema Darmentleerung.)

Aber auf Dauer ist so ein Klo eben nur eine Zwangslösung. Sitzgelegenheit sind – abgesehen von den offensichtlichen, nicht gerade super bequemen – eher mau und selbst der beste Gastgeber schaut irgendwann irritiert, wenn man sich bei ihm ein Schaumbad mit Aromakerzen einlässt.

Umso wichtiger, Alternativen zu schaffen. Und zumindest zuhause habe ich jetzt eine. Der Wintergarten wurde nach viel hin und her nun doch kein separates Arbeitszimmer – unter anderem, aber nicht nur, weil ich gerne ohne Hose arbeite und in einem Wintergarten nun wirklich sehr viel Glas und die Nachbarn nun wirklich sehr neugierig sind.

Stattdessen ist es jetzt eine regenfeste Verlängerung des Garten – und ich muss sagen, dass gefällt nicht nur meinen Tomatenpflanzen Ernie und Bert (jeweils rechts im Bild).

In diesem Sinne: Für mehr Rückzugsorte in unserem Leben!

P.S.: Die sehr wundervolle Jessica schrieb ebenfalls über Kraftorte – und warum sie so wichtig sind. Lesebefehl!