Surround yourself with positive people

„Das ist aber auch ganz schnell wieder drauf, sobald du dich wieder normal ernährst.“ sagt sie und hat etwas Triumphierendes in ihrem Blick. Als wäre ich eine unwissende Vierjährige, der man erklären muss, wie die Welt funktioniert.

Drei Kilo habe ich in einer Woche abgenommen. Manche würden sagen aufgrund veganer Mangelernährung, andere würden sagen, durch das massive Wegfallen nicht-veganer Süßigkeiten – ich persönlich glaube vor allem, dass das tägliche Fluchen, wie unbeschreiblich scheiße Soja-Produkte schmecken, mehr Kalorien verbrennt als bisher in Fachkreisen bekannt war.

So oder so. Drei Kilo sind runter. Und ich bin nicht unglücklich darüber. Mir ist klar, dass das nun nicht so weitergehen wird. Dass ich mich aber trotzdem über jedes Gramm freue, dass ich „verliere“. Und dass jedes einzelne Gramm sehr schnell wieder da ist, sollte ich ab Mai wieder täglich mein Vollbad in M&M’s, Toffifee und Nutella nehmen.

Mir ist das klar!

Warum also das unnötige Belehren? Das überflüssige Hinweisen? Ich brauche niemanden, der das für mich macht. Ich kann das sehr gut alleine. Negativ sein. Skeptisch sein. Zweifeln.

Umso wichtiger, dass in den wenigen, raren Momenten, in denen ich mich über etwas freue, niemand dazwischen grätscht und geradezu euphorisch irgendwas mit „ABER …!“ brüllt.

Das gilt ganz allgemein. Auch, wenn ich sage „Mit dem Mann läuft es im Moment ganz gut …“ oder „Der Antichrist schläft die ganze Nacht durch …“ oder „Ich freu mich so auf den neuen Star Trek Film, der wird sicher großartig …“ – es gibt kein Gesetz, das verlangt, dass man darauf Dinge wie „Na ja, das war ja schon mal so und dann habt ihr euch wieder gefetzt.“ oder „Dachte ich bei meinem Leopold auch. Warte mal ab, bis er fünf wird!“ oder „Star Wars ist viel besser.“ erwidert.

Wenn sich ein Mensch freut, egal, ob das nun die Schwester, eine Freundin oder nur eine Kollegin ist, kann man das einfach nur zur Kenntnis nehmen.

Und sich vielleicht – aber das ist jetzt ’ne krasse Idee von mir – sogar mitfreuen …

3 thoughts on “Surround yourself with positive people

  1. Kein Kommentar bisher?
    Es gibt doch im Netz „gefühlt unendlich oft Mitfreuen“. Ist dieses Mitfreuen aber echt?
    Wenn jemand sagt, die Punde kommen wieder drauf, so hat er/sie natürlich…recht.
    Denn: Auf die Phase der Konzentration auf richtige Ernährung und Bewegung kommt zwangsläufig auch eine Phase des „Who cares“. Wobei die erstgenannte Phase manchmal lediglich Stillstand bedeutet, die zweite aber naturgemäss Zunehmen. Ist also normal. Aber man kann immer dagegensteuern, wenngleich mit einigem Aufwand.

    Ich denke, es lohnt sich, ETWAS zu versuchen, auch wenn 2 Jahre später der Versuch absurd erscheint. Es weiterlaufenlassen ist sehr leicht.

  2. Genauso ist das. Mitfreuen statt runterziehen und die Welt wird ein bissel schöner. Und das tolle daran, sogar für den, der sich mitfreut.

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