Monatsrückblick | September 2017

5 Dinge, die ich vergangenen Monat gemacht habe:

Gesehen

Die 3. Staffel von Narcos, bei der wir uns nach den ersten beiden Staffeln fragten, wie sie wohl weiter gehen würde – nach dem Tode Escobars. Und was soll ich sagen: Ich habe keine Ahnung. Ich erinnere mich nicht. Ich weiß noch, dass der blonde Ich-Erzähler weg war (Halleluja!) und der tote Typ aus Dorne diesen Part übernommen hat. Und ansonsten? Irgendwas mit Kokain, irgendwas mit vollautomatischen Waffen, irgendwas mit Kolumbianern. Heißt das, die 3. Staffel war schlecht? Nein, nicht unbedingt. Es heißt nur, ich erinnere mich an keine einzige Szene.

Geschrieben

Exposé und Konzept für ein zweites Buch. (Ja. Habt richtig gelesen.)

Gemerkt

Dass man, wenn man etwas in seinem Leben – oder sogar sich selbst – ändern will, radikal sein muss. Sich die Haare abschneiden, regelmäßig Yoga machen oder öfter mal abends Low Carb essen, gilt nicht. Bzw. reicht nicht.

Nein, wenn man sich und seine Natur wirklich und vor allem nachhaltig verändern will (oder muss), darf man nicht nur an der Oberfläche kratzen. Man muss entschlossen und unnachgiebig sein – gegenüber sich selbst und all denen, die das Gegenteil meinen.

Oder man ist dazu verdammt, sich Tag für Tag, für den Rest seines Lebens über sich selbst zu ärgern und langsam in seiner eigenen Unzufriedenheit zu ersaufen.

Gegessen

Lebkuchen, Bitches!

Denn ich stehe ganz offen dazu, dass ich zu jenen seltsamen Menschen gehöre, die am 1. September – dem Tag, an dem für den Einzelhandel die Vorweihnachtszeit beginnt – im Supermarkt einfalle und mit vorwurfsvollem Ton nachfrage, wo ich denn die Ecke mit den Lebkuchen finde!

und zu guter Letzt:

Gemacht

Kisten gepackt. Farbe und Pinseln und Abdeckplanen gekauft. Überlegt, wie teuer wohl ein großes Gehege für Meerschweinchen wäre. Wände gestrichen. Noch mehr Kisten gepackt. Noch mehr Wände gestrichen.

Und schließlich und endlich: Umgezogen.

Die Urlaubs-Agenda

Soweit ich zurückdenken kann, habe ich, wenn ich in Urlaub gefahren bin, Listen angefertigt. Listen mit Dingen, die ich im Urlaub machen will. Und natürlich Listen mit Dingen, die ich mitnehmen muss, damit ich die andere Dinge machen kann.

Ich hatte immer so viele Stifte, Papier und Zeichenutensilien dabei, ich hätte jederzeit einen Schreibwarenladen aufmachen können. Dann noch die Bücher, die man lesen wird kann muss. Sportschuhe. Weil man ja jetzt endlich mal Zeit für Sport hat. Vielleicht noch das Meditationskissen. Und, und, und.

Am Ende der Ferien hatte ich in der Regel nichts davon gemacht, sondern mir einfach vor Ort fünftausend verschiedene Comics gekauft und sie im Schatten des Strandkorbs gelesen.

Die Zeiten, in denen ich mit meiner Familie in Urlaub fuhr, sind lange vorbei. Und während des Studiums fuhr ich nicht in Urlaub – ich verreiste. Tourte alleine den Nil hoch, flüchtete vor meinem Geburtstag für ein paar Tage nach Amsterdam – und am Ende blieb ich einfach zuhause und machte eine Woche lang das Rollo nicht hoch.

Letztes Jahr dann war ich das erste Mal mit meiner Familie im Urlaub. Eine Woche Nordsee. Mit Ferienwohnung, jeden Tag zum Strand laufen und Muscheln sammeln. Mit einem Kind in Urlaub zu fahren, hat jedoch überraschend wenig urlaubhaftes, denn so einem Kind ist entweder langweilig und es will bespaßt werden oder es versucht gerade, sich umzubringen.
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