„Wenn ich die Wahl habe zwischen Kind und Karriere, nehme ich das Sofa“

Ja, zugegeben, der Titel ist gerade sehr kurz und eingängig. Aber wie schon Christian Hanne vom Familienbetrieb in seiner Rezension bemerkte: Mit #widwhzkuknids kann man es sich super easy merken.

Es ist da!

Das Buch, an dem ich circa zwei Jahre gearbeitet habe. Für das sehr viele Wochenenden und Abende und Nächte geopfert wurden. Nicht, dass ich vorhatte, mich ansonsten mit Menschen zu treffen oder anderen sozialen Interaktionen nachzugehen. Aber allein die ganzen Serien, die ich in all den Stunden nicht gucken konnte … Mir wird immer noch ganz anders, wenn ich nur daran denke.

Aber nun ist es da. Seit heute ist es im Handel.

Ich weiß, ich müsste vor Stolz platzen. Schließlich rechnete ich bis zum Schluss damit, dass Rowohlt noch einfiel, dass das Ganze vielleicht doch eine Schnapsidee war und wir „es“ lieber lassen sollten. Ich bin aber generell eher der „Das Glas ist halbleer und wenn ich ganz ehrlich bin, schmeckt das, was im Glas drin ist auch nicht wirklich“-Typ. Skeptiker by blood. Kannste nix machen.

Vielleicht kommt das ja noch. Die Freude. Der Jubel. Der Stolz. Dieses Buch geschrieben – und in diesem Zeitraum niemanden umgebracht zu haben.

Vielleicht muss ich das alles nur ein wenig sacken lassen. Weil es noch so irreal ist. Und ich gerade einfach nur sehr, sehr müde bin. Vielleicht, ja vielleicht sehe ich das alles ganz anders, wenn ich erstmal ein paar Stündchen geschlafhfzrwgfwebsmfs …

Monatsrückblick | Mai 2017

Irgendwie ist es schwer vorstellbar, dass der Mai schon vorbei ist. Gefühlt war doch letzte Woche erst April und nun soll schon Juni sein? …

Ich war eine Woche krankgeschrieben. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal eine Woche krankgeschrieben wurde. Ich weiß nur noch, auch das letzte Mal wäre es ein leichtes gewesen, länger als nur eine Woche aus dem Verkehr gezogen zu werden – und auch damals bin ich nach einer Woche wieder arbeiten gegangen. Warum weiß ich nicht. Vielleicht weiß ich es doch. Vielleicht ist es schlicht die Angst, man könnte während meiner Abwesenheit merken, dass ich ersetzbar bin und es eigentlich egal ist, ob ich da bin oder nicht … Vielleicht.

Kurz nach meiner Krankschreibung hatte ich Urlaub, der vorrangig darin bestand, in Zügen zu sitzen bzw. Zuhause Stromberg zu gucken, während meine Steuererklärung aus dem Nebenzimmer wütende, da wartende Flüche ausstieß.

Ansonsten bestand der Mai aus einer bemerkenswert belanglosen Wiederholung des ewig Gleichen. Die gleiche Unzufriedenheit über alles und jeden. Diese Art von Unzufriedenheit, die an einem nagt. Die ermüdet. Einen selbst und alle, denen man davon erzählen möchte, damit man nicht das Gefühl hat, man könnte sonst daran ersticken.

Aber wer weiß. Schließlich ist jetzt nicht mehr Mai. Jetzt ist Juni. Ein neuer Monat. Eine neue Möglichkeit, Dinge anders zu machen …