Wilde März-Vorsätze

Als großer Fan von Vorsätzen habe ich mir für den März zwei Sachen vorgenommen. Also neben den ganz selbstverständlichen Dingen, wie innerhalb eines Monats 20kg abzunehmen. Oder 38-mal die Woche Sport zu machen und sich nur noch ovo-lakto-glutenfrei-pescetarisch zu ernähren. Und natürlich eine 1000 kcal-Diät zu entwickeln, die ausschließlich aus Toffifee und Nutella besteht.

Also neben diesen ganz normalen Dingen, die ich mir schließlich ohnehin jeden Monat vornehme, will ich im März zum einen jeden Tag eine Kleinigkeit zeichnen. Und sei es nur mit Kulli auf Toilettenpapier zwischendurch …

Einfach, weil mir die Kreativität in meinem Leben Alltag ein wenig fehlt. Und weil ich nicht noch mehr Druck in meinem Leben Alltag brauche, geht es hier nicht darum, möglichst perfekte Illustrationen fertig zu stellen, sondern schlicht und einfach ein bisschen Spaß zu haben. Muss man ja auch erst wieder lernen. Wie das geht. Mit dem Spaß und so.

Und zum anderen will ich jeden Tag bloggen – und seien es nur 3 Sätze darüber, wie ich heute auf dem Büro-Klo mit Kulli auf Klopapier gezeichnet habe. Keine perfekten Kurzgeschichten, keine auf den Punkt formulierten, witzigen und stets bemühten Anekdoten. Einfach nur Gedanken. Mal leise, mal laut, mal klar, aber vermutlich in der Regel eher wirr.

Einfach, weil ich nach dem ganzen mega professionellem (haha, ja, jetzt musste ich selbst lachen …) Buchgeschribsel der letzten 1,5 Jahre ein wenig Tippen um des Tippen willens brauche.

Weil jeder, der über einen gewissen Zeitraum Content immer nur für andere und immer weniger für sich selbst erstellt – egal in welcher Form –, irgendwann mal innehalten sollte. Einfach mal die Filter weglassen. Das Retuschieren. Das perfekt-sein-wollen.

Sondern stattdessen nur einfach machen!

Mal sehen, wie und ob das klappt. Auf alle Fälle fehlte mir zuletzt sowohl das Zeichnen, als auch das einfach-mal-Bloggen und zumindest heute habe ich das schon mal geschafft! Ha.

„Urlaub“

Natürlich könnte ich Ihnen erzählen, dass ich mir Morgen „frei nehme“, um in Ruhe Home Office zu machen und alles fürs Wochenende vorzubereiten, an dem ich auf der Beerdigung meines Schwiegervaters sein werde. Ich könnte Ihnen auch sagen, dass der Mann die nächsten Wochen immer von Berlin aus arbeiten wird und das meinen ohnehin durchgetakteten Tagesablauf noch einmal gehörig auf den Kopf stellen wird. Ich könnte Ihnen von meinem Plan berichten, die erste Oktober-Woche wirklich (!) frei zu nehmen und dementsprechend richtig heftig viel vorarbeiten muss in der nächsten Woche.

Ich könnte Ihnen ganz schön viel erzählen und vor allem viele Gründe aufzählen, warum ich bis Ende des Monats keine Zeit zum Bloggen oder sonst irgendwas social-artigem haben werde.

Aber lassen Sie uns spaßeshalber doch so tun, als wenn ich wie ein normaler, durchschnittlicher Mensch Urlaub machen würde. Meinen Jahresurlaub nehmen und wegfliegen würde. In die Sonne. Unter die Palmen. Da wo der Sand fein und weich ist und nie piekt und nie zu heiß auf den Fußsohlen brennt. Und wo das Meer richtig temperiert und der Strand perfekt leer ist, so dass man hin und wieder, ohne Vorwarnung der anderen Anwesenden, das Buch fallen lässt und sich blauwalartig in die erfrischenden Wellen stürzt.

Lassen Sie uns für einen Moment einfach so tun.

In diesem Sinne: Wir sehen uns im Oktober!

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