Urlaub: Tag 04 bis 10

Liebes Tagebuch,

völlig unerwartet gestalteten sich auch meine restlichen Urlaubstage so unerwartet atemberaubend und spannend, dass ich mich an dieser Stelle damit begnüge, nur die weniger unbeschreiblichen Dinge niederzuschreiben.

Tag 04 – Montag

Das Kind kotzt. Vier Mal. Seltsamer Moment, wenn man hin und hergerissen ist zwischen der Sorge über die Kotzerei und der Freude darüber, dass der Antichrist nun so alt ist, dass er zielgerichtet in einen Eimer vomieren kann und nicht mehr wie die Katze unters Sofa oder in Schuhe kotzt.

Tag 05 – Dienstag

Ich fahre nach Hause. Nach Hamburg. Manchmal klingt das immer noch komisch. So als würde ich flunkern. Als müsste man damit rechnen, dass jemand hinter dem Sofa hervorgesprungen kommt und schreit „Du bist doch Bonnerin! Was redeste denn da?“

Tag 06 – Mittwoch

Blackout. Was habe ich an dem Tag gemacht? Habe ich das Haus verlassen? Hatte ich eine Hose an?

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Urlaub: Tag 01

Heute ist mein erster Urlaubstag. Mein erster richtiger Urlaubstag. Also meines ersten, richtigen Urlaubs seit fast 1,5 Jahren. [Noch einmal mit Emphase: An-dert-halb-Jah-re!]

Letztes Jahr im Sommer war ich eine gute Woche in Sankt Peter-Ording, aber da hatte ich meinen Laptop mit, habe abends gearbeitet, während ich mir den Sand aus den Ritzen pulte – und außerdem musste ich, um mir eine Woche freinehmen zu können, einen Monat lang, jedes Wochenende arbeiten, um alles für diese eine Woche vorzubereiten. Also gilt das irgendwie nicht. Behaupte ich jetzt einfach mal.

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