Nicht schön, aber wahr

Das ist ein ziemlich akkurates, aktuelles Bild von mir. So ganz ohne Beauty-Snapchat-Filter. En naturel quasi.

Das ist nicht unbedingt schön, aber die Wahrheit. Damit sich die tiefen Furchen in meinem Antlitz wieder glätten, muss ich mich in den kommenden Wochen aber ein bisschen rar machen.

Denn dieses gottgleiche Wesen auf dem Bild (gottgleich eher wie eine latent adipöse Göttin der Unterwelt …) sieht nur so aus, weil sie dringend ein Buch fertig schreiben muss. Das soll nämlich bis Ende des Jahres druckreif sein.

Und damit weder Rowohlt beim Lektorieren die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, noch ich bei der ersten Lesung denke „Igitt, wer hat das denn geschrieben, ach, das war ja ich!“, muss ich mich erstmal auf dieses Buch konzentrieren …

Netflix hab ich gekündigt, Zattoo ebenfalls – muss ich jetzt Werbung wegen Markennennung dazu schreiben? WERBUNG! –, bleibt also noch das böse Internet als solches. Der Blog wird daher bis auf Weiteres ruhen, alle anderen Projekte ebenfalls und Facebook natürlich auch.

All denen, die so viel Freude am ersten Buch hatten – und mir mit ihrem lieben Feedback wirklich eine ebenso große Freude gemacht haben –, schulde ich, dass das zweite Buch genauso wird wie das erste Buch. Oder zumindest ansatzweise. Ein bisschen ernst, ein bisschen witzig, ein bisschen ungnädig mit sich selbst und der Welt – und ein bisschen wahr.

Wer gar nicht auf mich verzichten mag, darf auf Instagram vorbeischauen – dort gibt es dann ab und zu ein Lebenszeichen. Ansonsten gilt: Wir lesen uns Ende des Jahres wieder!

Dann sehe ich auch wieder so aus:

Monatsrückblick | September 2018

5 Dinge, die ich vergangenen Monat gemacht habe:

Gelesen

… und zwar „Allein unter Deutschen“ von Tuvia Tenenbom. Recht unterhaltsam, wenn auch nicht scharfsinnig und witzig wie Bill Bryson. Aber es ist vermutlich unfair, irgendeinen Autor von erzählenden Sachbüchern mit Bill Bryson zu vergleichen.

Mir ging es auch primär darum, überhaupt mal wieder was zu lesen. Weil es dieses Jahr bisher büchertechnisch beschämend mau aussieht. Regelmäßig lesen ist ein Luxus, den ich mir viel zu selten gönne. Ich meine, man kann nichts anderes währenddessen machen. Wer hat für sowas schon Zeit?

Umso schöner, dass ich mich nun dazu zwinge, einfach zehn Minuten eher ins Bett zu gehen, und noch mindestens ein Kapitel zu lesen. Allein schon, um am Ende des Tages besser runter zu kommen. Hoffentlich kann ich das ein bisschen beibehalte

Gehört

Light of the Seven. Aus einer der besten Szenen der 6. Staffel Game of Thrones. Kennt ihr nicht? Solltet ihr.

Ich brauche zum Schreiben Musik. Zum Bloggen höre ich gerne Riverdance (Jaha! Und dazu stehe ich auch!) oder den Soundtrack zu Everything is illuminated. Beides funktionierte aber schon beim ersten Buch nicht. Das heißt: Das gesamte Buch wurde ausschließlich mit diesem Song geschrieben. Und beim zweiten verhält es sich nicht anders.

Um das ein wenig zu verdeutlichen: Das Lied ist knappe 10 Minuten lang. Für 1 Seite brauche ich – inklusive Vorbereitung, Schreiben, Nachbereitung – grob geschätzt 1 Stunde. (Eher mehr, aber wir wollen mal nicht so sein.)

Also: 1 Seite = 1 Stunde = 6x Light of the Seven

Das bedeutet, dass ich, während ich das erste Buch geschrieben habe, über 1.500-mal Light of the Seven gehört habe. Die Seiten, die ich aussortiert und gelöscht habe, nicht eingerechnet.

Bei Buch No. 2 verhält es sich nicht anders. Grob geschätzt habe ich nun etwa 700-mal das Lied gehört, bleiben noch mind. 800-mal, bis das Buch fertig ist. #YEAH

[Wow. Indem ich das ausgerechnet habe, habe ich ein ganz neues Prokrastinations-Level freigespielt.]

Continue reading