Tagebuch des Verfalls: Die Vuvuzela

Ich hänge über der Toilettenschüssel und irgendwelche Dinge, die ich in den vergangenen Stunden wahllos in mich reingestopft habe, schießen nun aus mir heraus wie aus einer vollautomatischen Waffe.

Für einen Moment halte ich kurz inne und höre mit dem Wutheulen auf, um den Kopf eines Haribo-Schlumpfes zu betrachten, der orientierungslos das Porzellan entlangrutscht und zum traurigen, gelatineförmigen Mahnmal alles Vergänglichen wird.

Recht schnell wird mir jedoch wieder bewusst, wieso ich hier bin. Also setze ich mich wieder auf die Fliesen und hangele das Handtuch von der Halterung, um möglichst leise und rücksichtsvoll in ebendieses hinein zu weinen. Der Mann oder die Nachbarn sollen sich bitte nicht mehr als nötig belästigt fühlen.

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Liegt das an mir?

Manchmal glaube ich, ich bin nicht besonders klug. Zumindest habe ich diesen Eindruck, wenn ich mir so ansehe, wie ich meine Zeit verbringe, sie einteile und verplane, wie ich versuche, alles zu koordinieren, stets am schmalen Grat zum kompletten Nervenzusammenbruchs entlang hangelnd, und es dann trotzdem schaffe, mir noch zusätzlichen Scheiß aufzuladen. Statt einfach mal weniger zu machen. Sich einzurichten. Im Hier und Jetzt zu verharren.

Vielleicht endlich mal durchatmen

Nach aktuellem Stand muss ich bis Ende Januar das Buch fertig haben. Der Abgabetermin wurde schon zweimal verschoben und jedes Mal kam es mir ziemlich gelegen. Ziemlich sehr. Und hin und wieder tue ich so, als wenn es dann vorbei wäre, als wenn man dann nicht nochmal was nachbessern müsste, als wenn bis zur Veröffentlichung  nicht noch allerlei Gedöns zu tun wäre.

Hin und wieder tue ich einfach so, als wenn ich ab dem 1. Februar wieder jede Menge Zeit hätte.

Um wieder mehr zu illustrieren, mehr zu bloggen, mehr Serien zu gucken und mehr Eis zu essen. Man kann, während man tippt, überraschend schlecht gleichzeitig Eis essen, es ist wirklich ganz furchtbar. Man macht sich vorher ja keine Vorstellungen.

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