April, April …

… Ich würde das so gerne sagen. April, April. Nur Spaß! War nur’n Scherz! Nur, dass es kein Scherz ist.

Aber fangen wir doch am Anfang an.

Der ein oder andere weiß es vielleicht: ich arbeite seit einiger Zeit für Women’s Health. Sicherlich kann da durchaus die Frage aufkommen, was genau ich da zu suchen habe. Schließlich finde ich es bis heute absurd, in seiner Mittagspause Sport zu machen, halte Lebensmittel ohne Kohlenhydrate für generell sinnlos und habe bis heute keinen blassen Schimmer, was zur Hölle diese Sache mit den Chiasamen soll.

Aber als offizielle Facebook-Uschi muss ich all das vielleicht auch nicht. Außerdem dienen meine expandierenden Körperausmaße sicherlich als Abschreckung und Ansporn für meine Kolleginnen, auch weiterhin in ihrer Pause in den Keller zu gehen und abenteuerliche Dinge wie Squats, Dips oder Crunches zu machen. (Und nein. Nichts davon kann man essen. Ich hab’s extra gegoogelt.)

„So jemand wie ich“ hat aber natürlich noch einen anderen Vorteil.

Denn dieses Jahr hat man sich fürs Heft eine Reihe von Challenges überlegt. Wie schaffe ich innerhalb eines Monats einen sauberen Klimmzug? Wie kann ich einen Monat leben, ohne Müll zu produzieren? All so Sachen.

Als die Frage aufkam, wer aus der Redaktion wohl am Besten dafür geeignet sei, einen Monat ohne Zucker zu leben, stand man relativ schnell mit einem breiten Grinsen an meinem Schreibtisch. Natürlich wäre ich nicht ich, wenn ich auch nur eine Sekunde derlei Unsinn in Betracht gezogen hätte.

Stattdessen schaffte man es aber, mich für eine andere Challenge zu überzeugen: Einen Monat vegan zu leben.

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Frische, alte Krabbenbrötchen (reloaded)

Vor fast fünf Jahren, noch bevor ich selbst in Hamburg wohnte, weilte ich des Mannes wegen für ein paar Tage in der schönsten Stadt Deutschlands. Und nachdem wir uns an Elbe und Alster satt gesehen hatten, entschieden wir uns – spontan, jung und verrückt, wie wir damals nun mal waren –, einen Abstecher an die See zu machen. Und fuhren nach Büsum.

In Büsum selbst ist nicht viel, vor allem außerhalb der Saison. Ein Deich, ein paar Schafe, etwas Strand und eine Innenstadt in der Größe eines Schuhkartons, in der sich vor allem die Gelegenheiten, Essbares zu konsumieren und den BMI in ungeahnte Höhen zu treiben, nur so stapeln. Und vorrangig gibt es dort natürlich Meeresgetier. Denn dafür fährt man ja ans Meer: Um frisches, totes Meeresgetier zu schnabulieren.

Ich bin bekanntlich ein furchtbar schlechter Veganer, um nicht zu sagen, ich gehöre zu den wenigen carnivoren Veganern, die es gibt und die sich vor allem dadurch auszeichnen, dass sie Sätze wie „Was kochst du da? … Chili con Carne? … Kann ich nicht essen, vegan und so, du weißt ja … Sieht aber lecker aus … Ach. Ich ess‘ einfach ’nen Apfel … Andererseits riecht das wirklich gutNOMNOMNOMNOM!!“ sagen.

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