Filterlos – Teil 1

Eigentlich plante ich am 1. April aus meiner kleinen Instagram-Pause „zurückkommen“, aber als ich an dem Tag ein passendes Selfie machen wollte (denn was passt besser zu einem Hallo-ich-bin-wieder-da-Post?), habe ich dabei fast die Krise bekommen.

Wo kommen die ganzen Kinns her? Hab ich ne neue Allergie oder wieso ist da plötzlich (sic!) mehr Gesicht als vorher? Kann man eigentlich noch bleicher sein? Und warum ist es nicht verboten, nach seinem 30. Geburtstag noch Pickel zu bekommen, nur weil man mal wieder 1 bis 17 Tafeln Schoki gegessen hat? UND WO ZUR HÖLLE KOMMEN DIE GANZEN KINNS HER?

Kurzum: Meine Visage sagte mir an jenem Tag so gar nicht zu.

Einen Beauty-Filter zu verwenden (größere Augen, längere Wimpern, vollere Lippen, sexy Wangenknochen und das alles bitte als Menü mit ’ner großem Pommes und ’nem Vanille Milchshake! 💁🏻‍♀️), fand ich jedoch albern.

Mir kurzerhand ein paar freche YouToube-Tutorials reinzuziehen und ratzfatz zur Contouring-Großmeisterin zu werden ebenfalls. (Abgesehen davon war ich damals offenbar gerade an der Eisbar, als Gott die Make-Up-Skillz verteilt hat; meine Chancen trotz Tutorials nicht wie ein psychotischer Clown auszusehen, sind also ohnehin überschaubar.)

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Bergfest

Der Moment fulminanter Erleichterung, wenn man ganz offiziell die Hälfte geschafft hat. Ein weiteres, vorerst letztes Mal, auf Speichern geklickt, die ganzen gut 100 Seiten in ein PDF gestopft und sie an den Verlag geschickt hat.

Dieser kurzer Moment des Luftholens, der dringend benötigten Pause, bevor man sich in wenigen Tagen an den zweiten Teil setzen wird und das Gefühl, dass da ganz schön beschissen viel Arbeit vor einem liegt, wieder Überhand nehmen wird.

Wir sollten das alle viel öfter machen: Kurz innehalten, vielleicht auch ein wenig länger als kurz, sich selbst auf die Schulter klopfen und sich ein wenig für das schon Geschaffte gratulieren.

Oder einfach nur dafür, dass man bis zu diesem Punkt überhaupt durchgehalten hat.

Bergfest