Monatsrückblick | September 2018

5 Dinge, die ich vergangenen Monat gemacht habe:

Gelesen

… und zwar „Allein unter Deutschen“ von Tuvia Tenenbom. Recht unterhaltsam, wenn auch nicht scharfsinnig und witzig wie Bill Bryson. Aber es ist vermutlich unfair, irgendeinen Autor von erzählenden Sachbüchern mit Bill Bryson zu vergleichen.

Mir ging es auch primär darum, überhaupt mal wieder was zu lesen. Weil es dieses Jahr bisher büchertechnisch beschämend mau aussieht. Regelmäßig lesen ist ein Luxus, den ich mir viel zu selten gönne. Ich meine, man kann nichts anderes währenddessen machen. Wer hat für sowas schon Zeit?

Umso schöner, dass ich mich nun dazu zwinge, einfach zehn Minuten eher ins Bett zu gehen, und noch mindestens ein Kapitel zu lesen. Allein schon, um am Ende des Tages besser runter zu kommen. Hoffentlich kann ich das ein bisschen beibehalte

Gehört

Light of the Seven. Aus einer der besten Szenen der 6. Staffel Game of Thrones. Kennt ihr nicht? Solltet ihr.

Ich brauche zum Schreiben Musik. Zum Bloggen höre ich gerne Riverdance (Jaha! Und dazu stehe ich auch!) oder den Soundtrack zu Everything is illuminated. Beides funktionierte aber schon beim ersten Buch nicht. Das heißt: Das gesamte Buch wurde ausschließlich mit diesem Song geschrieben. Und beim zweiten verhält es sich nicht anders.

Um das ein wenig zu verdeutlichen: Das Lied ist knappe 10 Minuten lang. Für 1 Seite brauche ich – inklusive Vorbereitung, Schreiben, Nachbereitung – grob geschätzt 1 Stunde. (Eher mehr, aber wir wollen mal nicht so sein.)

Also: 1 Seite = 1 Stunde = 6x Light of the Seven

Das bedeutet, dass ich, während ich das erste Buch geschrieben habe, über 1.500-mal Light of the Seven gehört habe. Die Seiten, die ich aussortiert und gelöscht habe, nicht eingerechnet.

Bei Buch No. 2 verhält es sich nicht anders. Grob geschätzt habe ich nun etwa 700-mal das Lied gehört, bleiben noch mind. 800-mal, bis das Buch fertig ist. #YEAH

[Wow. Indem ich das ausgerechnet habe, habe ich ein ganz neues Prokrastinations-Level freigespielt.]

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LOVE ISLAND – Heiße Flirts, wahre Liebe, niedriges Niveau

Bild: RTL2

Seit einigen Wochen habe ich nun kein Netflix mehr und bin dazu verdammt, wie meine Großmutter analoges Fernsehen zu schauen. Für heute verkündet meine Fernsehzeitschrift eine Sendung, die ich noch nicht kenne: Love Island. Ich weiß nicht, worum es geht, vermute aber ein höchst wissenschaftliches, soziologisches Experiment, das meinen intellektuellen Bedürfnissen an diesem Montag Abend sicherlich entgegen kommen wird.

Endlich! Das Warten hat ein Ende!

… verkündet eine Stimme um 20.15 Uhr im Fernsehgerät und klingt dabei überraschend überzeugend.

Offenbar ist das Konzept ähnlich wie bei Bachelor in Paradise (bekanntlich die beste Sendung 2018), nur dass man hier wirklich so gar keine Sau kennt. Die Singles müssen Paare bilden, wer keinen Partner hat, scheidet aus. Aha. Wann man ein Paar ist, sagt man mir nicht. Muss man den Geschlechtsverkehr vollziehen? Oder reicht Küssen oder Händchen halten? Gibt es eine Rose? Oder zumindest ein Gänseblümchen? Fragen über Fragen.

Als erstes flanieren die fünf Damen nach und nach in die Villa. Ohne so eine Villa geht gar nichts im deutschen Fernsehen, das wissen wir ja schon vom Bachelor oder Germany’s Next Topmodel. Als wenn es ein ungeschriebenes Gesetz gäbe, dass solche Sendungen nicht in 80-qm-Neubauwohnungen gedreht werden dürfen.

Sabrina betont als erstes, dass bei ihr alles natürlich ist, also außer den Lippen, aber das macht ja jede Zehnte und damit gilt das wohl nicht. Ich will ja nicht sagen, dass ich ihr kein Wort glaube, aber ich glaube ihr kein Wort.

 

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Sabrina – voll der natürliche Typ.

Danach kommt Tracy, die direkt betont, dass sie Jura studiert. Über kosmetische Operationen verliert sie kein Wort. Ist mir gleich suspekt. Also beides. Ein Mann, der viel verdient, ist ihr übrigens nicht wichtig, erzählt sie Sabrina. Die stimmt ihr zu und berichtet von einem Mann, der sie mal direkt nach St. Moritz einladen wollte. Hat sie aber nicht gemacht. Geld hin oder her, nachher ist das ein Psychopath oder schnarcht.

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