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„Das ist aber auch ganz schnell wieder drauf, sobald du dich wieder normal ernährst.“ sagt sie und hat etwas Triumphierendes in ihrem Blick. Als wäre ich eine unwissende Vierjährige, der man erklären muss, wie die Welt funktioniert.

Drei Kilo habe ich in einer Woche abgenommen. Manche würden sagen aufgrund veganer Mangelernährung, andere würden sagen, durch das massive Wegfallen nicht-veganer Süßigkeiten – ich persönlich glaube vor allem, dass das tägliche Fluchen, wie unbeschreiblich scheiße Soja-Produkte schmecken, mehr Kalorien verbrennt als bisher in Fachkreisen bekannt war.

So oder so. Drei Kilo sind runter. Und ich bin nicht unglücklich darüber. Mir ist klar, dass das nun nicht so weitergehen wird. Dass ich mich aber trotzdem über jedes Gramm freue, dass ich „verliere“. Und dass jedes einzelne Gramm sehr schnell wieder da ist, sollte ich ab Mai wieder täglich mein Vollbad in M&M’s, Toffifee und Nutella nehmen.

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April, April …

… Ich würde das so gerne sagen. April, April. Nur Spaß! War nur’n Scherz! Nur, dass es kein Scherz ist.

Aber fangen wir doch am Anfang an.

Der ein oder andere weiß es vielleicht: ich arbeite seit einiger Zeit für Women’s Health. Sicherlich kann da durchaus die Frage aufkommen, was genau ich da zu suchen habe. Schließlich finde ich es bis heute absurd, in seiner Mittagspause Sport zu machen, halte Lebensmittel ohne Kohlenhydrate für generell sinnlos und habe bis heute keinen blassen Schimmer, was zur Hölle diese Sache mit den Chiasamen soll.

Aber als offizielle Facebook-Uschi muss ich all das vielleicht auch nicht. Außerdem dienen meine expandierenden Körperausmaße sicherlich als Abschreckung und Ansporn für meine Kolleginnen, auch weiterhin in ihrer Pause in den Keller zu gehen und abenteuerliche Dinge wie Squats, Dips oder Crunches zu machen. (Und nein. Nichts davon kann man essen. Ich hab’s extra gegoogelt.)

„So jemand wie ich“ hat aber natürlich noch einen anderen Vorteil.

Denn dieses Jahr hat man sich fürs Heft eine Reihe von Challenges überlegt. Wie schaffe ich innerhalb eines Monats einen sauberen Klimmzug? Wie kann ich einen Monat leben, ohne Müll zu produzieren? All so Sachen.

Als die Frage aufkam, wer aus der Redaktion wohl am Besten dafür geeignet sei, einen Monat ohne Zucker zu leben, stand man relativ schnell mit einem breiten Grinsen an meinem Schreibtisch. Natürlich wäre ich nicht ich, wenn ich auch nur eine Sekunde derlei Unsinn in Betracht gezogen hätte.

Stattdessen schaffte man es aber, mich für eine andere Challenge zu überzeugen: Einen Monat vegan zu leben.

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