Die Urlaubs-Agenda

Soweit ich zurückdenken kann, habe ich, wenn ich in Urlaub gefahren bin, Listen angefertigt. Listen mit Dingen, die ich im Urlaub machen will. Und natürlich Listen mit Dingen, die ich mitnehmen muss, damit ich die andere Dinge machen kann.

Ich hatte immer so viele Stifte, Papier und Zeichenutensilien dabei, ich hätte jederzeit einen Schreibwarenladen aufmachen können. Dann noch die Bücher, die man lesen wird kann muss. Sportschuhe. Weil man ja jetzt endlich mal Zeit für Sport hat. Vielleicht noch das Meditationskissen. Und, und, und.

Am Ende der Ferien hatte ich in der Regel nichts davon gemacht, sondern mir einfach vor Ort fünftausend verschiedene Comics gekauft und sie im Schatten des Strandkorbs gelesen.

Die Zeiten, in denen ich mit meiner Familie in Urlaub fuhr, sind lange vorbei. Und während des Studiums fuhr ich nicht in Urlaub – ich verreiste. Tourte alleine den Nil hoch, flüchtete vor meinem Geburtstag für ein paar Tage nach Amsterdam – und am Ende blieb ich einfach zuhause und machte eine Woche lang das Rollo nicht hoch.

Letztes Jahr dann war ich das erste Mal mit meiner Familie im Urlaub. Eine Woche Nordsee. Mit Ferienwohnung, jeden Tag zum Strand laufen und Muscheln sammeln. Mit einem Kind in Urlaub zu fahren, hat jedoch überraschend wenig urlaubhaftes, denn so einem Kind ist entweder langweilig und es will bespaßt werden oder es versucht gerade, sich umzubringen.
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Wilde März-Vorsätze

Als großer Fan von Vorsätzen habe ich mir für den März zwei Sachen vorgenommen. Also neben den ganz selbstverständlichen Dingen, wie innerhalb eines Monats 20kg abzunehmen. Oder 38-mal die Woche Sport zu machen und sich nur noch ovo-lakto-glutenfrei-pescetarisch zu ernähren. Und natürlich eine 1000 kcal-Diät zu entwickeln, die ausschließlich aus Toffifee und Nutella besteht.

Also neben diesen ganz normalen Dingen, die ich mir schließlich ohnehin jeden Monat vornehme, will ich im März zum einen jeden Tag eine Kleinigkeit zeichnen. Und sei es nur mit Kulli auf Toilettenpapier zwischendurch …

Einfach, weil mir die Kreativität in meinem Leben Alltag ein wenig fehlt. Und weil ich nicht noch mehr Druck in meinem Leben Alltag brauche, geht es hier nicht darum, möglichst perfekte Illustrationen fertig zu stellen, sondern schlicht und einfach ein bisschen Spaß zu haben. Muss man ja auch erst wieder lernen. Wie das geht. Mit dem Spaß und so.

Und zum anderen will ich jeden Tag bloggen – und seien es nur 3 Sätze darüber, wie ich heute auf dem Büro-Klo mit Kulli auf Klopapier gezeichnet habe. Keine perfekten Kurzgeschichten, keine auf den Punkt formulierten, witzigen und stets bemühten Anekdoten. Einfach nur Gedanken. Mal leise, mal laut, mal klar, aber vermutlich in der Regel eher wirr.

Einfach, weil ich nach dem ganzen mega professionellem (haha, ja, jetzt musste ich selbst lachen …) Buchgeschribsel der letzten 1,5 Jahre ein wenig Tippen um des Tippen willens brauche.

Weil jeder, der über einen gewissen Zeitraum Content immer nur für andere und immer weniger für sich selbst erstellt – egal in welcher Form –, irgendwann mal innehalten sollte. Einfach mal die Filter weglassen. Das Retuschieren. Das perfekt-sein-wollen.

Sondern stattdessen nur einfach machen!

Mal sehen, wie und ob das klappt. Auf alle Fälle fehlte mir zuletzt sowohl das Zeichnen, als auch das einfach-mal-Bloggen und zumindest heute habe ich das schon mal geschafft! Ha.