Vielen Dank.

Man neigt gerne dazu, im Hier und Jetzt alles schwarz zu sehen oder zumindest schwärzer, als es vielleicht ist. Ich würde mich zwar nicht grundsätzlich als Pessimist bezeichnen, aber ich habe von Natur aus durchaus eine.. nun.. nennen wir es negative Tendenz, Dinge zu sehen.

Angesichts der Tatsache, dass ich also jedem neuen Tag mit einem Grummeln und Knurren begegne, ist es umso erstaunlicher, dass das vergangene Jahr rückblickend im Großen und Ganzen gar nicht so grummel- und knurrerregend war.

Vielleicht sollten wir das häufiger machen. Uns auf die Dinge besinnen, die man erreicht und geschafft hat. Das sind nämlich nicht selten nicht wenige..

2014

Ich habe einen neuen Job gefunden,
mich selbstständig gemacht und neu erfunden.
Habe mein Herz an Elbe und Alster verloren,
habe totem Fleisch und Fisch abgeschworen,
nur um es dann zwei Monate später wieder zu fressen.
Habe aufgehört mich zu wiegen und zu messen,
und stattdessen Frieden mit meinem Körper geschlossen,
mit all den Dellen und Hubbeln und Sommersprossen.
Ich habe den ein oder anderen Freund nicht mehr,
und dafür neue gewonnen, dafür dank ich sehr.
Ich habe geweint. Und gelacht.
Habe schöne und traurige Momente verbracht.
Bin an mir und der Welt gescheitert,
habe meinen Lebensmut erweitert.
Habe gekämpft, gehofft und triumphiert.
Bin weiterhin nicht einfach. Bin kompliziert.
Aber statt dauernd hart zu mir selbst zu sein,
bin ich vor allem froh, immer noch da zu sein.
Vielleicht war im letzten Jahr nicht alles gerecht,
aber scheisse nochmal, es war auch nicht so schlecht.

Ich glaube.. so im Großen und Ganzen
gab’s in 2014 genug Grund, um zu Feiern und zu Tanzen.
Und sollte sich 2015 am Ende ähnlich verabschieden,
bin ich auch weiterhin nicht gänzlich unzufrieden.

Vielen Dank 2014.

One thought on “Vielen Dank.

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