Friends for Life? Friends for Life!

Wer kennt’s nicht: Diese eine Person, der du im Meeting – wenn der Hasskollege oder die Hasschefin mal wieder totalen Schmonsens brabbelt und du merkst, wie deine Synapsen lemminghaft Suizid begehen möchten – einen stummen Blick zuwirfst und diese grinchmäßig mit den Augen rollt, und du weißt: da ist jemand, der versteht dich, du bist nicht alleine, du bist nicht verrückt, die brabbelnde Person ist es – dieses Gefühl ist so wunderschön und wärmend und hach.

Und wenn man dann zusammen ’nen Kaffee holt oder gemeinsam die Mittagspause verbringt und so richtig offen und ehrlich abkotzen kann, diesen Gefühlen freien Lauf lässt, die sich sonst nur aufstauen und so fleißig in deinem Inneren ein Magengeschwür bauen – wie so verdammte, hyperaktive Meisen ein kuschliges Nest, nur eben aus Abneigung, Frust und Traurigkeit statt aus Zweigen, das ist so wichtig für die eigene Gesundheit. Weil in dein Inneres Organe und andere Dinge gehören, die zwar durchaus ein bissel eklig sind, aber eben keine sich manifestierenden Nester aus Frustration.

Natürlich wäre es supi, wenn man das nicht bräuchte, wenn alles wie im Glücksbärchisland wäre, aber manche Menschen sind einfach maximal kackig und manchmal muss man die aushalten und ertragen, Tag für Tag, weil das machen Erwachsene eben, und genau dann ist es so befreiend, wenn man das nicht alleine muss.

Und manchmal, wenn man dort nicht mehr arbeitet, zerfällt diese Freundschaft. Nach ein paar Tagen oder Wochen oder Monaten. Weil man in all der Zeit zwar auch über andere Dinge gesprochen hat, hier mal ein bisschen Friedrich Merz und Impfquote, dort ein bisschen Low Carb und die neue Staffel von The Witcher, aber kein gemeinsames Fundament geschaffen hat, das jenseits des Arbeitsplatzes existiert.

Und das ist okay, weil das manchmal der Lauf der Dinge ist.

Manchmal jedoch bleiben diese Menschen Teil deines Lebens.

Manchmal war der gemeinschaftlich zelebrierte Abfuck nur ein Funke. Der eine Freundschaft jenseits der Arbeit möglich gemacht hat.

Und wer weiß, ob es ohne den fleischgewordenen Funken, den ganz persönlichen Toby Flenderson diese Freundschaft am Ende überhaupt gegeben hätte. ❤️

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