Loslassen (Horkruxe Teil 2)

Im Mai und Juni sage und schreibe 417 Sachen, Gegenstände, Klamotten, Bücher, Küchenutensilien ausgemistet, weggeschmissen, zu Oxfam, offenen Bücherschränken und zum Roten Kreuz gebracht. Damit sind es sage und schreibe 663 Dinge in diesem Jahr. So far.

Geschätzte 678642354824612974303 müssen bis zum Umzug noch weichen.

Ich fühle mich seltsam frei und bin immer wieder aufs Neue erstaunt, dass ich es nochmal und nochmal und nochmal schaffe eine Grenze der Kategorie „DAVON kann ich mich nicht trennen!“ zu übertreten. Ohne Reue, ohne Zurückzublicken. Weil ich inzwischen weiß, was ich wirklich brauche, weil ich weiß, was ersetzbar ist, weil ich weiß, was wahre Schätze sind. Aber vor allem, weil ich inzwischen weiß, dass ich als Person mich nicht durch das definiere, was in meinem Regal steht, was in meiner Schublade liegt, was an meinen Wänden hängt. Weil ich immer noch in das selbe Gesicht blicke, wenn ich morgens in den Spiegel schaue. Weil ich immer noch die gleichen Gedanken habe, über die gleichen Sache lache. Weil ich zu meiner eigenen Überraschung tatsächlich noch die selbe zu sein scheine.

Wer hätte sowas ahnen können?

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