On the second day of Christmas …

🎶 Am Abend des 2. Weihnachtstages 🎶 schließe ich die Tür hinter mir, schalte das Handy auf lautlos, stöpsel das Festnetz aus, stelle die Klingel aus und ziehe den Onesie an! [Reimt sich nicht, ist keine ordentliche Melodie drin, is‘ aber pupsegal.]

Natürlich gibt es genügend Menschen, die heute und zwischen den Jahren arbeiten müssen. Die nicht so privilegiert sind, jetzt Urlaub machen zu können.

Nichtsdestotrotz können diese Tage aber für alle eine Chance sein, mal innezuhalten, auf die Pause-Taste zu drücken und einfach mal aufzuhören mit dem Kalorien zählen, dem permanenten sich-in-Frage-stellen, den Überlegungen, wie man dieses und jenes und vor allem sich selbst noch optimieren kann, wie man den Tag maximal produktiv und/oder maximal erholsam gestalten kann.

Statt 11 Uhr Brunch, 15 Uhr Schaumbad, 20 Uhr Kino, einfach mal aufs Sofa setzen und nichts tun. Und sobald die Antwort auf die Frage „Was könnte ich als nächstes tun?“ am Horizont wie ein ungebetener Besucher auftaucht, ihr nicht nachgeben, sondern jetzt erst recht sitzenbleiben.

Atmen. Aufhören, den Bauch einzuziehen. Überlegen, wann hier das letzte Mal gestrichen wurde, ohne gleich zu beschließen, dass man 2022 ja dann dringend mal wieder streichen müsste. Die Körperspannung aufgeben, ein bisschen in sich zusammen sacken, wie ein Soufflé aus Fleisch. Der Tapete beim Schmatzen zuhören. Einfach nur sein. Nur dasein und atmen und an nichts denken.

Und dann irgendwann, vielleicht nach 20 Minuten, vielleicht nach sieben Stunden, in sich reinhorchen und überlegen, worauf man jetzt so richtig, richtig Bock hat.

Wer weiß, vielleicht hat man ja richtig, richtig Bock darauf, einfach weiter rumzusitzen und nichts zu tun. Denn das wäre wie alles andere völlig okay. Schlimm genug, dass wir in einer Gesellschaft und Zeit leben, in der das extra nochmal betont werden muss.

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