So gar nicht traurig

Liebe hat viele Gesichter. Das Gesicht meiner großen Liebe ist ziemlich behaart.

Seit 2,5 Jahren ist die Knuschkugel nun bei mir und ich weiß, ich wiederhole mich, aber ich liebe sie jeden Tag ein kleines bisschen mehr. Ich liebe es, wie kraftvoll und energiegeladen sie ist, als würde sie sich jeden Morgen RedBull intravenös reinschießen – und zugleich sanft und sensibel. Ich liebe es, wie sozial sie ist und sie alle Hunde und Menschen gleichermaßen begrüßenswert findet – und damit so ganz anders ist als ich. Ich liebe es, wie sie Lana die Ohren sauber leckt, wie sie mit Bo schmust, wie sie Peppers lächerliches Dominanzverhalten ignoriert und sich fest an mich kuschelt, wenn sie es mal wieder aufs Sofa geschafft hat. Ich liebe es mit ihr draußen zu sein und zu trainieren, zu balgen, zu raufen und zu schmusen. Ich liebe ihre tiefdunklen Augen, ihre weichen Lefzen, die jetzt schon grau werden, und dass sie aus mysteriösen Gründen immer ein wenig nach Keksen riecht.

Kein Mensch hat mir bisher das gegeben, was die Haselnuss mir gibt: Grenzenloses Vertrauen, unbedingte Loyalität und endlose Liebe. Das kann man traurig finden, aber jeder, der einen Hund hat – nein, jeder, der seinen Seelenhund gefunden hat, weiß wovon ich spreche und dass das eines ganz sicher nicht ist: traurig.

Diese 2,5 Jahre sind so unfassbar schnell vergangen. Und ich hoffe, es werden noch viele mehr folgen. ❤️