Tag 2 + 3

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Ich hatte es prophezeit und es kam genauso: Regen. Regen, wie er nur hernieder prasseln kann, wenn man im Urlaub ist und Gott hämisch grinsend weiß, dass einem nichts anderes übrig bleibt, als sehnsuchtsvoll vor dem Fenster zu sitzen und in Gedanken die Regentropfen abzulecken.

Ich stand kurz vor dem Lagerkoller – was aber weniger dem Regen alleine, als vielmehr der ungünstigen Kombination Dauerregen + extrem beschissenes WLAN lag. Doch der nicht existente Herrgott hatte Erbarmen mit meiner verlorenen Seele und schickte den Regen fort und die Sonne her. Der Probelauf auf den Weltuntergang blieb ein Intermezzo, den wir mit eisernem Willen und einem nicht minder eisernen Vorrat an Süßigkeiten überlebten. Hooray!

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Endlich ein Urlaubstag, den wir so verbrachten, wie es im Grundgesetz sicherlich irgendwo vorgeschrieben ist: Am Strand liegend, das überhitzte Köpfchen in der windfesten, grellbunten Strandmuschel, die allen unseren Klischee-Familien-Urlaub verdeutlichte, mit den Füßen im weichen, muscheligen Sand, umgeben von Unmengen von vagabundierenden Schwaben, die offenbar kurzfristig heimatlos geworden sind (Stichwort Überfremdung!), einer kalten Apfelschorle in der einen und einem noch kälteren Eis in der anderen Hand.

Und am Ende des Tages die Erkenntnis: Es könnte alles schlimmer sein.

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