So ein Typ Mensch

Wenn man mich fragen würde, was für ein Typ Mensch ist sei, würde ich wohl folgendes sagen:

Bei mir im Büro gibt es eine Frau, die ist wirklich, wirklich wunderschön, und das meine ich auf eine sehr platonische und überhaupt nicht sexuelle Weise. Auch wenn ich durchaus weiß, wie das klingen mag. Aber es ist tatsächlich so: Sie ist groß und schlank, aber nicht beunruhigend-anorektisch dünn, sondern sehnig und muskulös. Aber auch nicht so wie Madonna mit ihrem Schwarzenegger-Trizeps und ihren Hardcore-Muskeln. Sondern eher wie eine dieser zentral-afrikanischen Langläuferinnen bei den Olympischen Spielen. Eben kein Gramm Fett und/oder Muskeln zu viel oder zu wenig.

Und jedes Mal, wenn ich sie sehe, an ihr vorbeilaufe, sie irgendwo in der Ferne im peripheren Blickwinkel auch nur wahrnehme – und ja, ich weiß wirklich, wie seltsam das schon wieder klingt – denke ich, wie unfassbar gerne ich diesen Körper hätte. Also nicht besitzen oder andere creepy Dinge.

Ich wäre nur gerne jemand, der einen solchen Körper hat.

Ich wäre ganz einfach auch gerne ein Mensch, der Sport macht. Also viel und gerne. Und freiwillig. Der mit dem Rennrad, so ’nem super leichten mit ganz dünnen Reifen, zur Arbeit fährt und in seiner Mittagspause Liegestützen und Crunches macht. Ich wäre super gerne ein Mensch, der weiß, was Crunches sind. Und der Dinge zu sich nimmt, wie Kokoswasser und Gojibeeren und Cashewnüsse. Und sie auch noch lecker findet. Damit ich auch so sehnig und muskulös und schlank wäre. Jedes Mal denke ich das, all das, wenn ich sie sehe.

Ich stelle mir vor, wie toll es wohl sein muss, so ein Mensch zu sein.

Ich male es mir aus, in allen Einzelheiten. Und danach, direkt im Anschluss, manchmal auch schon währenddessen, esse ich M&Ms oder Mikadosticks oder Daim. Manchmal auch alles gleichzeitig.

So ein Typ Mensch bin ich.

Mensch mit Donuts

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