Urlaub: Tag 01

Heute ist mein erster Urlaubstag. Mein erster richtiger Urlaubstag. Also meines ersten, richtigen Urlaubs seit fast 1,5 Jahren. [Noch einmal mit Emphase: An-dert-halb-Jah-re!]

Letztes Jahr im Sommer war ich eine gute Woche in Sankt Peter-Ording, aber da hatte ich meinen Laptop mit, habe abends gearbeitet, während ich mir den Sand aus den Ritzen pulte – und außerdem musste ich, um mir eine Woche freinehmen zu können, einen Monat lang, jedes Wochenende arbeiten, um alles für diese eine Woche vorzubereiten. Also gilt das irgendwie nicht. Behaupte ich jetzt einfach mal.

Aber dieses Mal ist alles anders! Ich habe eine Vertretung. So eine aus Fleisch und Blut und mit einer Emailadresse, die ich in meine Abwesenheitsnotiz reinschrub, damit in der kommenden Woche auch alle Email-Menschen wissen, wen genau sie in meiner Abwesenheit belästigen müssen und wie genau sie den auch erreichen können.

Und um meinen fancy Urlaub auch entsprechend zu zelebrieren – und weil ich ja nirgendwo hinfahre – habe ich mir für die kommenden 10 Tage, diese 5 unfassbar krassen Dinge vorgenommen:

  1. An keinem, wirklich keinen einzigen Tag meine Büro-Mails zu checken. (Ok. Damit fange ich dann Morgen an …)
  2. Fast 5 Stunden mit einem Vierjährigen in einem komplett überfüllten ICE zu fahren. Nach Bonn – ja, das dürfen Sie jetzt alle googeln. (Menschenhass muss schließlich genährt und gepflegt werden. Wie eine Zimmerpflanze oder ein Hamster.)
  3. Meine Steuererklärung zu machen, deswegen nicht häufiger als einmal am Tag zu weinen und ziemlich viel Eis und/oder Alkohol zu konsumieren. (Ist übrigens der Hauptgrund, warum ich, sobald ich den Antichristen in das Land seiner Ahnen gebracht habe, nicht von dort für die restlichen fünf Tage auf die Malediven fliege.)
  4. 17 Kilo abzunehmen. (Hab ich spontan überlegt. So als Schmankerl. Wie ich 3. und 4. in Einklang bringe, muss ich mal schauen … Notiz an mich: Recherchieren, wie viele Kalorien man durch Weinen verbrennen kann!)
  5. Einmal am Tag zu lächeln.

Na dann mal los!

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