Die Idee von der Liebe

Aus meinem ersten Buch „Wenn ich die Wahl habe zwischen Kind und Karriere, nehme ich das Sofa“. Und es stimmt noch immer. Mehr als damals sogar vielleicht.

Ich mag die Idee von der Liebe. Aber ich bin Realistin. Ich weiß, wie kompliziert ich bin, wie ausdauernd man sein muss, um jemanden zu finden, der mit dieser Art von Kompliziertheit umgehen kann, wie viel Arbeit und Energie es kostet, eine Beziehung aufzubauen und sie zu pflegen.

Sicherlich, man bekommt für diese Arbeit im besten Fall auch einiges – und mir ist bewusst, wie sehr das nach einer mathematischen Gleichung klingt, aber am Ende kommt es dem doch auch nah. Denn sprechen wir nicht jedem, der sich in einer Beziehung befindet, in der es ein (andauerndes) Ungleichgewicht von Geben und Nehmen gibt, einen einigermaßen gesunden Menschenverstand ab? Es muss ein Gleichgewicht herrschen. Langfristig. Denn dass es in allen Beziehungen immer mal wieder Phasen gibt, in der der eine mehr Aufmerksamkeit benötigt als der andere, ist nachvollziehbar. Dauern diese Phasen an, arten Beziehungen in Arbeit aus, und zwar in jene Art von Arbeit, bei der man sich irgendwann fragt, ob sie gerechtfertigt ist.

Wenn Sie jetzt innerlich schreien, wie zynisch das klingt, wie traurig, wie kalt, und dass das ja bei Ihnen nie so war, dann gratuliere ich Ihnen. Sie haben das fulminante Glück, entweder eine leichter zu ertragende Persönlichkeit als ich zu haben oder einen Partner gefunden zu haben, mit dem sie (bisher) diese Phasen nicht durchmachen mussten.

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Nicht schön, aber wahr

Das ist ein ziemlich akkurates, aktuelles Bild von mir. So ganz ohne Beauty-Snapchat-Filter. En naturel quasi.

Das ist nicht unbedingt schön, aber die Wahrheit. Damit sich die tiefen Furchen in meinem Antlitz wieder glätten, muss ich mich in den kommenden Wochen aber ein bisschen rar machen.

Denn dieses gottgleiche Wesen auf dem Bild (gottgleich eher wie eine latent adipöse Göttin der Unterwelt …) sieht nur so aus, weil sie dringend ein Buch fertig schreiben muss. Das soll nämlich bis Ende des Jahres druckreif sein.

Und damit weder Rowohlt beim Lektorieren die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, noch ich bei der ersten Lesung denke „Igitt, wer hat das denn geschrieben, ach, das war ja ich!“, muss ich mich erstmal auf dieses Buch konzentrieren …

Netflix hab ich gekündigt, Zattoo ebenfalls – muss ich jetzt Werbung wegen Markennennung dazu schreiben? WERBUNG! –, bleibt also noch das böse Internet als solches. Der Blog wird daher bis auf Weiteres ruhen, alle anderen Projekte ebenfalls und Facebook natürlich auch.

All denen, die so viel Freude am ersten Buch hatten – und mir mit ihrem lieben Feedback wirklich eine ebenso große Freude gemacht haben –, schulde ich, dass das zweite Buch genauso wird wie das erste Buch. Oder zumindest ansatzweise. Ein bisschen ernst, ein bisschen witzig, ein bisschen ungnädig mit sich selbst und der Welt – und ein bisschen wahr.

Wer gar nicht auf mich verzichten mag, darf auf Instagram vorbeischauen – dort gibt es dann ab und zu ein Lebenszeichen. Ansonsten gilt: Wir lesen uns Ende des Jahres wieder!

Dann sehe ich auch wieder so aus: