Kleine Babyschritte

Gefühlt habe ich in den vergangenen Wochen 23.855.291 Sachen erledigt, von morgens bis abends gerödelt – und am Ende jedes Tages und jeder Woche wieder mal nicht alles geschafft, was meiner Ansicht nach geschafft werden sollte.

Was ich aber endlich geschafft habe und was für mich eigentlich viel wichtiger ist, ist a) der Umstand, dass ich und meine weißen Elefantenstelzen uns gegen das Schwitzen und für sehr kurze Hosen entschieden haben. (Eine Entscheidung, die ich Jahr für Jahr aufs Neue treffen muss.) b) Dass ich ab und zu in mein 💛-Eiscafe gegangen bin, ganz alleine, mich dort in Ruhe hingesetzt habe und nichts gemacht habe, außer mein Eis zu essen. Einfach so. Und c) vor allem, dass ich nun einen Crosstrainer besitze, der mir helfen wird, in Zukunft nicht nur noch öfter einfach mal so, ohne groß darüber Nachdenken zu müssen, kurze Hosen zu tragen, sondern auch, mehr Eis essen zu dürfen. (Prioritäten. So wichtig.)

So schlecht und unnütz waren die letzten Wochen dann also doch nicht.

Filterlos – Teil 2

… Nein, dieser Blog ruht nicht. Er wurde auch nicht vergessen. Es war auch keineswegs so, dass mir die Themen ausgegangen sind.

Es war nur so, dass ich den folgenschweren Fehler begangen habe, den letzten veröffentlichen Blogpost so zu gestalten, als ginge es danach weiter. Als gäbe es eine Fortsetzung. Die sollte es auch geben. Schließlich war ich ja voller Elan und Eifer – so wie ich häufig nach 22 Uhr bin, wenn ich plane, dass jetzt alles anders wird. Und mit alles meine ich natürlich immer vorrangig mich selbst.

Ich hatte die wortwörtlich schwere Erkenntnis, dass die Beziehung, die ich zu meinem eigenen, umfangreichen Körper hatte, einen Punkt erreicht hatte, an dem ich nicht mehr weiter wollte. Zum einen, weil ich die Schnauze voll hatte, wenn ich in den Spiegel guckte. Zum anderen weil ich mich mit jedem weiteren Tag immer mehr dem Zeitpunkt näherte, an dem mir meine Waage das kleine, aber doch latent aggressiv anmutende Wörtchen ERROR entgegen husten würde.

Also verkündete ich am 13. April, dass es nun anders werden würde. Und ich meinte es. Ich meldete mich bei Weight Watchers an, die jetzt nicht mehr so heißen, weil irgendeiner bei denen im Marketing gemerkt hat, dass sie sich damit gefährlich nahe an der Grenze zum magischen Land von Bodyshamia aufhielten – was aber am Ende egal ist, denn jeder außerhalb der Marketingabteilung sagt immer noch Weight Watchers.

Ich meldete mich dort an und man sagte mir, dass ich von nun an 27 Punkte essen dürfe. Ich gab ein, was ich an dem Tag bisher gegessen hatte und man sagte mir, ich habe Lebensmittel im Wert von 114 Punkten vernichtet. Lange Rede, kurzer Sinn – die Beziehung zwischen WW und mir war nicht von Dauer und nur an einzelnen Tagen von Erfolg gekrönt.

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