Monatsrückblick | April 2018

5 Dinge, die ich vergangenen Monat gemacht habe:

Gesehen

The Alienist – Die Einkreisung (Netflix)

War okay. Irgendwann früher, irgendwo in New York. Ein Mörder, der Kinder meuchelt. Drei Profiler (Brühl, Fanning, Evans). Um ehrlich zu sein, hab ich vergessen, wer der Täter war und warum er so vor sich hingemeuchelt hat. Ein bisschen Jack-the-Ripper-Feeling, nur besonders thrillig ist das Ganze nicht. Wer Daniel Brühl, Dakota Fanning und/oder Luke Evans mag, kommt aber auf seine Kosten, denn die Serie lebt primär von den Dreien und der Interaktion untereinander.

Ich mag Luke Evans übrigens sehr. Also wirklich sehr, sehr.

The Terror (Amazon Prime)

„Boah. Lass mal Richtung Nordpol fahren. Mit ’nem Schiff. Im Winter. Und lass mal die falsche Ausrüstung und Proviant mitnehmen, der ganz langsam schlecht wird und uns alle vergiftet.“ „Mega Idee. Notfalls können wir uns ja gegenseitig essen!“

Keine Ahnung, was Entdecker früher so angetrieben hat, aber manchmal denke ich, Intelligenz war es nicht. Der Versuch der beiden britischen Schiffe HMS Erebus und HMS Terror, 1845 eine Abkürzung nach China zu finden, hat tatsächlich stattgefunden. Dass die Schiffe eher unglücklich irgendwann im Eis feststeckten und man feststellte, dass das echt blöd ist, ebenfalls. Die Wracks wurden erst 2014 bzw. 2016 gefunden –  unnötig zu erwähnen, dass kein Überlebender mehr da war.

Irgendjemand schrieb im Netz, dass die Staffel ein paar Längen hatte, aber The Terror ist nun mal nicht Dexter oder CSI: Miami, wo der Sterbeakt 30-60 Sekunden dauert. Dass man sich bei The Terror die Zeit nimmt, das Grauen um die katastrophale Expedition in Ruhe zu erzählen, finde ich gut. Sterben geht nicht schnell. Sterben ist nicht schön. Vor allem nicht am verdammten Nordpol.

Dass die Serie (so wie die Buchvorlage) um ein paar phantastische Elemente erweitert ist, sei verziehen. Ich finde, diese Serie ist erfrischend anders und kann ruhig mal angesehen werden.
Continue reading

Das Ministerium für maximal mögliche Ästhetik empfiehlt:

„Am Wochenende wird es über 20 Grad.“ Ich erstarre und glotze sie an. „Das geht nicht.“ stammle ich „Ich habe keine Klamotten für so ein Wetter. Und was noch wichtiger ist: Ich hab keinen Körper für so ein Wetter!“

Ich mag den Sommer. Theoretisch.

Praktisch lebe ich überraschenderweise aber nicht auf einer einsamen Insel, wo ich den ganzen Tag nackt, schwabbelig und mit alabasterfarbener Haut durch die Flora hüpfen kann, ohne mir Gedanken zu machen, was Holger und Ute von Gegenüber darüber denken.

Nein, wenn man hier durch die Tür in dieses Draußen schreitet, macht man das bitte schön nicht nackt, nicht mal halbnackt, vor allem jedoch nicht schwabbelig und stets nur mit glatter, zumindest leicht angebräunter Haut.

Denn: Braunes Fett ist hübscher als weißes.

Die Füße dabei bitte ohne auch nur einen Ansatz von Hornhaut, die Zehennägel hübsch pedikürt. Gerne auch farblicher Abstimmung zum Outfit.

Apropos Outfit. Falls jemand der Illusion erlegen ist, es ginge bei einem sommerlichen Outfit primär darum, so wenig wie möglich zu schwitzen, der irrt. Kleidung hat im Sommer vorrangig, wenn nicht ausschließlich den Grund, unansehnliche Körperpartien zu verdecken.

Die Formel hierzu ist übrigens ganz einfach: Anzahl der missbilligenden Blicke = Quadratzentimeter der zu bedeckenden „Körperflächen“. Easypeasy.

Sollte man lediglich über einen Körper verfügen, der auch komplett verhüllt bei Fremden – deren ästhetischen Ansprüchen wir uns natürlich fügen müssen – das Bedürfnis des Erbrechens auslöst, sollte man in Erwägung ziehen, zwischen April und November das Haus nicht oder bestenfalls nur nachts bzw. bei Neumond zu verlassen.

Continue reading