Claudia, halt’s Maul.

Wie jeder guter Internet-Narzisst mache ich ständig Fotos. Von meinem Essen, von Dingen, die ich gerne essen würde, von Menschen, die ich mag, Menschen, die ich doof finde, Hundewelpen – die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Hin und wieder mache ich auch Fotos von mir. Gerne auch in Aufzügen, denn wenn ich mich recht erinnere, habe ich bei der Anmeldung bei Instagram zugestimmt, immer ein Selfie von mir zu machen, sobald ich in einen Aufzug mit Spiegel trete.

Dieses Foto hier habe ich vor etwa zwei Jahren gemacht.

Ich hatte meinen kleinen, zweiten Zwischenstopp in Berlin gerade beendet und war wieder komplett nach Hamburg gezogen. Ich erinnere mich natürlich nicht an den Moment, als ich das Foto schoß – hatte bis zu der Sekunde, in der ich es wiederfand, komplett vergessen, dass es existierte. Fotos wie dieses habe ich im Laufe der Jahre vermutlich Hunderte geschossen. 1% landeten dann tatsächlich irgendwo auf Twitter, Instagram & Co., der Rest wurde gelöscht oder fiel der Vergessenheit anheim.

Was ich bei diesem kleinen Schnappschuss so bemerkenswert finde, ist, dass ich mich aber erinnere, wie ich schon damals (mal wieder) mit mir, meinem Gewicht und Körper haderte. Ich hatte in Berlin (viel Stress, viel Arbeit, viel ungesundes Essen, wenig Bewegung) zugenommen und war (mal wieder) unsäglich unzufrieden.

Dass sich an viel Stress, viel Arbeit, viel ungesundes Essen, wenig Bewegung in den nächsten zwei Jahren nicht viel änderte, sorgte dafür, dass ich seitdem quasi pausenlos im Körperhass-Modus war.

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Schlaflos

Ich liege da, die Augen flappen immer wieder auf, wie bei so einer Puppe, die die Augen schließen kann, also in der Theorie, in der Praxis macht sie es gerne, wenn sie es nicht soll und dann ist es creepy bis nervig. So bin ich auch. Also meine Augen. Der Rest meines Körpers ist wenig puppenhaft.

Was ich eigentlich sagen will: Ich hab Einschlafprobleme.

(Warum nicht gleich so?)

Den ganzen Tag bin ich müde, Kaffee hin oder. Ich könnte zu Mate greifen, aber jedesmal wenn ich das Gefühl habe, ich bräuchte Mate, um mich aufzuputschen, ist das eigentlich ein verdammt beschissenes Zeichen. Dafür, dass einfach irgendwas nicht stimmt.

Aber wehe ich gehe dann abends ins Bett. Dann rattert es. Wie ein scheiss Maschinengewehr auf LSD.

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