Mein namenloses Monster

Ich mochte das Wort Depressionen früher nicht. Ist jetzt nicht unbedingt so, dass ich es heute mag, aber zumindest kann ich es annehmen. Dass ich es früher so ablehnte, lag auch daran, dass ich es nicht mit mir in Verbindung setzen konnte.

Depressionen – das kam doch aus dem Lateinischen, deprimere, niederdrücken. Ich stellte mir Menschen vor, die die ganze Zeit im Bett, dem Sofa oder sonstwie horizontal herumlagen. Eine Prise Phlegma, eine Prise Müdigkeit, eine Prise Traurigkeit – fertig ist die Depression. Es klang nach etwas Passivem, wie eine Lähmung des Geistes. Ich wusste es nicht besser.

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Back to the roots

Blogposts darüber, dass man und warum man in letzter Zeit so wenig bloggt, kommen mir immer ein wenig seltsam vor. Wenn man nichts zu bloggen hat, warum dann darüber bloggen, dass man nichts zu bloggen hat?

Warum dann also dieser Post? Für mich selbst. Um zu verstehen, was los ist. Ich mag meinen Blog, mochte ihn immer. Sowohl den alten, als auch den hier. Aber er war immer primär für mich. Hin und wieder ein wunderbarer Ersatz zu einer Therapie – denn ich mag Therapeuten nicht übermäßig. Regelmäßig, um sich kurz Luft zu machen, Gedanken zu sortieren und dann hoppogaloppi wieder zurückzukehren ins analoge Leben.

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