Der Gute-Laune-Garant

Snapchat ist tot. Mir doch egal! Solange es auf Instagram nicht solche Filter gibt, werde ich dort immer wieder vorbeischauen. Es ist einfach wichtig, seine kleinen Ecken und Nischen in der digitalen (und analogen) Welt zu kennen, wo einem immer wieder aufs Neue ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert wird. Okay, die Snapchatfilter sorgen vor allem dafür, dass einem regelmäßig der Kakao vor Lachen durch die Nase schießt – aber sieht man von der Sauerei einmal ab, ist das doch noch großartiger!

Auf welche Tools, Apps, Blogs, Instagram-Accounts könnt und wollt ihr nicht verzichten? Oder ist das, was euch ganz gezielt, jedes Mal aufs Neue ein breites Lächeln ins sonst trübe Gesicht zaubert, ganz und gar analog – vielleicht ein frisches Brötchen mit Leberwurst und Gürkchen oder eine dieser Massagen, bei der man von einer zierlichen, aber überraschend brutalen Thailänderin durchgewalzt wird?

Schreibt mir in die Kommentare, was bei euch ein Garant für gute Laune und ein sattes Gefühl von Zufriedenheit ist! Ich habe nun jede Menge Zeit, ein paar neue Sachen auszuprobieren!

Feierabend

Ich sitze auf dem Sofa und trage Leggings, dicke Socken und die vermutlich hässlichste Strickjacke der Welt. Auf mir mein dickes Plumeau, darauf mein MacBook, weil ich gerade versuche, herauszufinden, wie man sich von der Bio-Lebensmittelindustrie nicht verarschen lässt und wo ich Milch von einer Kuh herbekomme, deren Leben nicht gänzlich scheiße ist und die, hätte sie denn einen Daumen und eine Pistole, sich nicht umgehend das Leben nehmen würde.

Nicht gänzlich scheiße wäre nämlich schon mal ein Anfang. Schließlich weiß ich inzwischen, dass vegan für mich genauso wenig eine langfristige Option ist, wie eine Milch zu kaufen, auf der ein Bio-Siegel klebt, das in etwa denselben Wert wie ein Glitzer-Sticker aus der Bravo hat.

Im Hintergrund kämpft der BVB gerade verbissen, aber erfolglos gegen irgendein europäisches Fürstentum, bei dem man sich die ganze Zeit vorrangig fragt, wie zur Hölle die eigentlich in die Champions League gekommen sind.

Ich könnte jetzt auch ins Bett gehen. Die monegassischen Freizeit-Franzosen haben schon zwei Tore geschossen und ich muss an das Ende von „Der mit dem Wolf tanzt“ denken. Da war das stete, aber unerfolgreiche Aufbäumen der Hauptprotagonisten ähnlich unerträglich.

Ich könnte auch auf dem MacBook was auf Netflix gucken. Ich könnte hier auf dem Sofa einschlafen. Ich könnte mir auch warmen Vanillepudding machen, ihn hier auf dem Sofa essen und danach einschlafen. Ich könnte so vieles. Geradezu alles. Oder auch nichts von alldem.

Denn das Buch ist durch. Abgegeben. Für gut befunden – oder zumindest okay – und nun schlagen sich Menschen im Verlag damit herum, meine eher dürftigen Worten in eine druckbare Form zu bringen und Absätze, Seitenumbrüche und anderen Spaß einzufügen.

Ich habe Feierabend.

Also für den Moment. Und kann mich kaum entscheiden, was ich jetzt alles machen könnte.