Monatsrückblick | Mai 2017

Irgendwie ist es schwer vorstellbar, dass der Mai schon vorbei ist. Gefühlt war doch letzte Woche erst April und nun soll schon Juni sein? …

Ich war eine Woche krankgeschrieben. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal eine Woche krankgeschrieben wurde. Ich weiß nur noch, auch das letzte Mal wäre es ein leichtes gewesen, länger als nur eine Woche aus dem Verkehr gezogen zu werden – und auch damals bin ich nach einer Woche wieder arbeiten gegangen. Warum weiß ich nicht. Vielleicht weiß ich es doch. Vielleicht ist es schlicht die Angst, man könnte während meiner Abwesenheit merken, dass ich ersetzbar bin und es eigentlich egal ist, ob ich da bin oder nicht … Vielleicht.

Kurz nach meiner Krankschreibung hatte ich Urlaub, der vorrangig darin bestand, in Zügen zu sitzen bzw. Zuhause Stromberg zu gucken, während meine Steuererklärung aus dem Nebenzimmer wütende, da wartende Flüche ausstieß.

Ansonsten bestand der Mai aus einer bemerkenswert belanglosen Wiederholung des ewig Gleichen. Die gleiche Unzufriedenheit über alles und jeden. Diese Art von Unzufriedenheit, die an einem nagt. Die ermüdet. Einen selbst und alle, denen man davon erzählen möchte, damit man nicht das Gefühl hat, man könnte sonst daran ersticken.

Aber wer weiß. Schließlich ist jetzt nicht mehr Mai. Jetzt ist Juni. Ein neuer Monat. Eine neue Möglichkeit, Dinge anders zu machen …

Urlaub: Tag 03

Dritter Urlaubstag. Habe den gesamten Tag in der Sonne gesessen, selbst gebackenen Käsekuchen schnabuliert [probiere gerade diese berühmte Käsekuchen-Diät aus Hollywood aus …] und dabei „Kind Nase putzen lernen“ gegoogelt.

Am Ende des Tages komme ich zu dem Schluss, dass die Käsekuchen-Diät zwar durchaus töfte schmeckt, aber wohl eher nicht zum gewünschten Ziel führen wird, und dass das gesamte [!] Internet – und damit meine eigene Spezies – völlig überbewertet sind. Das eine hat mit dem anderen nur wenig zu tun, aber das stört mich ja erstmal nicht.

Es folgen meine ganz persönlichen Top 7 der hilfreichsten Antworten auf die vermeintlich einfache Frage, wie man einem Vierjährigen beibringt, sich die Nase zu putzen:

7. Probier mal abschwellende Nasentropfen. Die sind übrigens auch supergut als Augentropfen!!!!1!11

6. Ist er mit Vier nicht noch zu jung, um das zu lernen?

5. Hast du schon probiert, ein Nasenloch und den Mund zuzuhalten?

4. Warum soll er das lernen? Nase hochziehen ist viel gesünder! Bla bla Sekrete bla Nasennebenhöhlen bla bla

3. Kann dir leider nicht weiterhelfen, aber ich erinnere mich, dass einer unserer Freunde damals, in den 80ern, ebenfalls verzweifelt versuchte, seinem Kind das Schnäuzen beizubringen.

2. Meine Kleine konnte das einfach irgendwann!

1. Tiere putzen sich auch nie die Nase!

[Könnten wir an dieser Stelle vielleicht noch einmal über die Idee eines Internetführerscheins sprechen?]