Wann kommt denn nun das neue Buch raus?!

Es gibt so Dinge, die hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Irgendwann, es dürfte bis zu zwanzig Jahre her sein, las ich in irgendeinem Magazin, so ganz aus Papier und totem Holz, denn das las man damals noch, über einen Autor. Ich weiß nicht mehr, welcher es war. Ich weiß nur noch, es war einer „der Großen“. Einer dieser weißen, Ü-50-Autoren mit Penis, die schwere Werke voll Wichtigkeit verfassen, denen man ihre künstlerische Potenz schon beim Foto ansieht und die ihre weltverändernden Romane an schweren, wuchtigen Schreibtischen vor malerischen Kulissen schreiben. Es war also mehr ein Gefühl, das sich mir beim Lesen des Artikels aufdrängte. Das mir im Gedächtnis blieb. Und eine einzige Information: Dass er seit fast zehn Jahren an seinem neuen Roman schrieb. Und ich dachte: What? Wofür braucht der zehn Jahre? Ich meine, bei der künstlerischen Potenz und dem Schreibtisch und der Kulisse – was braucht der Mann denn noch?

Das war, wie gesagt, recht lange her. Ich weiß nicht, ob er das Buch inzwischen fertig hat oder ob er noch lebt. Ich habe von diesem Mann nichts gelesen, denn ich mag meine Autoren bevorzugt tot. Tote Autoren neigen dazu, nach Jahren der Anbetung und Bewunderung, nicht bei Sandra Maischberger oder in einem WELT-Interview aufzutauchen und dumme Sachen zu sagen über Flüchtlinge, Hitler, Frauen und ähnliches, worüber man heutzutage gerne dumme Sachen sagt, wenn man doch lieber schweigen sollte.

Das, was ich jedoch inzwischen weiß, ist, dass so zehn Jahre für ein Buch gar nicht mal so viel sind.

Und damit komme ich endlich zum Punkt. Denn das mit dem zweiten Buch dauert noch ein bisschen.

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Fit oder nicht fit – das ist hier die Frage

Irgendwann im August oder September, kurz nachdem mein Buch erschienen war, gab es irgendwo in den Untiefen des Netzes ein Interview dazu mit mir. Und wie das so ist: Das Interview wurde auf Facebook gepostet und Menschen kommentierten.

Facebook-Kommentare – #Hach

Woran sich mancheiner bei mir stieß, war überraschenderweise nicht, dass man das Buch doof fand. Oder mich fett und dumm. Nein, das wäre zu einfach. Selbst für Facebook.

Denn im Interview wurde in einem halben Nebensatz erwähnt, dass ich für Men’s Health und Women’s Health arbeite. ICH! Die doch ein paar Zeilen weiter oben im Interview noch gesagt hatte, dass sie kein Fan von diesem Optimierungskram ist, sich nicht gerade als Sport-Enthusiastin outete und – aus beinahe religiösen Gründen – alle Lebensmittel ablehnt, die mehr Vitamine als leere Kohlenhydrate enthalten.

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