Self Care. So fucking wichtig.

Self Care kann viele Gesichter haben. Unabhängig vom Gesicht kommen sie in der Regel aber immer zu kurz. Momenten ist mal wieder das Bedürfnis sehr groß, einfach abzutauchen, irgendwohin, wo einen keiner kennt, wo man sich Fremden als Regina Phalange vorstellen kann, ohne dass jemand den Braten riecht und denkt, irgendwas stimmt hier nicht. Irgendwo, wo es kein Internet und kein Telefon gibt. Nur eine kleine Hütte mit Blick aufs Meer statt dem gewohnten Blick auf Menschen. Es darf dort ruhig Menschen geben, sie sollten vielleicht nur in ihren Häusern sein, oder einfach in ihren Kellern warten, wenn ich in der Nähe bin. Das wäre schön. Einfach abwechselnd das Meer anglotzen, schlafen, Bücher lesen, Geschichten ohne Veröffentlichkeitsnot schreiben und Amarula auf Eis süffeln. Dabei schweigen, bis man vergessen hat, wie sich die eigene Stimme anhört. Wie gesagt: Self Care kann viele Gesichter haben.

It’s Selfie-Time

Wenn man mit sich nicht im Reinen ist, ist es gar nicht so einfach, ein Selfie zu machen, bei dessen Anblick man nicht brechen möchte.

Das Wissen, dass das nur im eigenen Kopf stattfindet, hilft nicht wirklich. Die Existenz von Make-Up und Beauty-Filtern, die zwar ein Foto hübschi machen können, aber auch nicht helfen, wenn man morgens vor dem ersten Kaffee unvorbereitet am Badezimmerspiegel vorbeischlumpft, genauso wenig.

Und dennoch war es mir wichtig, ein Selfie zu machen. Einfach, weil es nicht besser wird, es nicht zu machen. Sondern ich mich mit mir auseinandersetzen muss, wenn es anders werden soll.

Ich hatte kürzlich ein kurzes, aber sehr gutes Gespräch darüber, dass es den Weg zur Lösung meiner Problemen nicht gibt, aber dass es einen Weg gibt. Und dass ich entscheiden muss, was ich will, wie sehr ich es will. Und dass es eben ganz allein an mir liegt, etwas zu ändern. An mir, meinem Wohlbefinden, meinem Körper.

Und dazu gehört auch, die Augen nicht vor dem zu verschließen, was ist. Was geändert werden soll. In diesem Sinne: Hallo, mein Name ist Claudia, ich bin kürzlich 37 geworden und wiege (immer noch) knapp 100 Kilo.

An zumindest einem dieser drei Dinge werde ich nun etwas ändern.