6 Gedanken zur Briefwahl

Man liest ja dauernd Dinge im Netz, bei denen man denkt „Echt jetzt?“ Aber meistens ist das Leben und die eigene Aufmerksamkeitsspanne zu kurz, als dass man die Ruhe oder Energie hat, sich langfristig zu empören. Bei all meiner Motzigkeit: Wären mehr Menschen wie ich, es gäbe wohl weit weniger Shitstorms.

Doch auch meine sorgsam gepflegte Gleichgültigkeit gegenüber der Menschheit hat irgendwann ein Ende. In der Regel, wenn eine Meinung im Netz munter wiederholt wird und man sich bei der x-ten Wiederholung gar nicht so munter fühlt, sondern eher verärgert. Weil man sich angesprochen fühlt. Auf unangenehme Weise.

In diesem Fall war es das seit einiger Zeit regelmäßig wiederholte Gemaule, dass Briefwahl für Menschen, aber auch nur und ausschließlich für jene Menschen sei, die am Sonntag wirklich verhindert seien, sei es körperlich oder psychisch (weil man Agoraphobie hat oder einen Job) – und eben nicht für all die faulen Säcke, die am Sonntag nur keinen Bock haben, ihren Arsch vom Sofa hochzubewegen.

Dieser Vorwurf kam in verschiedenster Kleidung daher, aber stets kam das Wort faul darin vor. Und als ich es das erste Mal las, dachte ich nichts. Beim zweiten Mal dachte ich „Echt jetzt?“. Und beim sechsten Mal dachte ich nur noch:

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Monatsrückblick | August 2017

5 Dinge, die ich vergangenen Monat gemacht habe – und von denen ich einige sicherlich häufiger machen sollte:

Gemacht

Urlaub. Mit allem Pipapo. Mit Wegfahren. Mit Haus am Meer. Mit tagsüber auf einer Liege rumgammeln, abends lange aufbleiben und morgens ausschlafen. Mit Pancakes zum Frühstück, Pommes zum Mittagessen und Baileys zum Abendessen.

Vor allem aber: mit viel Zeit zum Nachdenken und der Hoffnung, das Gedachte und Beschlossene nun auch in die Tat umzusetzen.

(sein) Gelassen

Meinen Schritt-Zähler zu tragen. Kalorien zu zählen. Abends auf Brot zu verzichten. Oder Pommes. Oder generell Kohlenhydrate.

Gelesen

Endlich den Debüt-Roman von Carline Mohr (aka @Mohrenpost). Es trägt den klangvollen Namen „Küssen kostet extra“ und eignet sich nicht nur perfekt als begleitende Urlaubslektüre, während man in freizügiger Badebekleidung an seinem Hautkrebs arbeitet, sondern auch ganz generell zum Lesen und Bespaßt werden: In der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit, am Wochenende auf dem Sofa oder im Park, nach den letzten Sonnenstrahlens dieses „Sommers“ lechzend.

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