6 Serien, die man sich zu Weihnachten geben kann

Ich bin krankgeschrieben. Kann vorkommen. Aber was macht man, zwischen zahllosen Arztbesuchen und Pilgerreisen zu Apotheken, wenn der neue Schal fertig gestrickt und die neue Lichterkette im Wintergarten aufgehängt ist und das einzige Ziel ist, sich möglichst wenig wundzuliegen? Nun, man guckt fern. Viel.

Gut für euch, denn so kann ich euch ein paar Serien für die Zeit zwischen den Jahren empfehlen, wenn ihr voll gefressen und dem ganzen Familienkram überdrüssig in irgendeiner Ecke liegt, und irgendwas machen und sehen wollt, das ganz sicher nichts mit Weihnachten, Besinnlichkeit und Spekulatius zu tun hat.

American Horror Story | Roanoke

Weniger Weihnachten geht kaum. Ich liebe AHS – und habe die letzte Staffel Hotel trotzdem nicht zu Ende geguckt. War mir zu blöd, zu abgehoben, zu wenig Jessica Lange, zu viel Lady Gaga. Das Großartige bei AHS ist jedoch, dass sie sich jede Staffel komplett neu erfindet und man jederzeit wieder einsteigen kann.

Roanoke ist daher auch für alle, die Hotel nicht mochten, wirklich empfehlenswert – wenn ich auch mit dem Ende der Staffel nicht ganz so happy bin. Perfekt für alle Fans des latenten und weniger latenten Horrors.

Berlin Station | Staffel 2

Ich hasse inzwischen Serien, bei denen ich eine Woche auf die neue Folge warten muss. Da die Staffel nun endlich durch ist, könnt ihr sie euch aber jetzt in einem Rutsch geben.

Die zweite Staffel gefällt mir vor allem deswegen so gut, weil sie so einen ungewöhnlich nahen Bezug zu den politischen Entwicklungen in Deutschland und der letzten Bundestagswahl hat. Wer also CIA- und Crime-Stories mag, Thomas Kretschmann und Richard Armitage gerne in gut sitzenden Hemden anschaut und Heino Ferch auch nüchtern ertragen kann, der ist hier bestens bedient.

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Das war so nicht vereinbart!

Hallo. Ich würde mich gerne beschweren. Da ich aber nicht weiß, wo ich das am besten machen kann bzw. wer dafür zuständig ist, mache ich das eben hier.

Denn das war alles nicht so abgesprochen, das war so einfach nicht vereinbart!

Damals, als ich ein Kind war, also mit Mitte Zwanzig während des Studiums, da stellte ich mir vor, wie das wohl sein würde, so als Erwachsene.

Ich würde eine hübsche Wohnung haben, nicht groß, aber groß genug, dass man vom Klo aus nicht meine Küche und mein Bett sehen kann. Ich hätte einen kleinen Hund, denn wozu ist man erwachsen, wenn man nicht endlich das Haustier haben kann, das einen Mutter immer verweigert hat? Ich hätte einen Job, irgendwas normales, mit einem Schreibtisch und einem Computer darauf. Mittags würde ich mein, am Abend zuvor gekochtes Essen aufwärmen oder zum Supermarkt gehen, um mir einen gemischten Salat mit Feta zu holen. Um 18 Uhr hätte ich Feierabend, ich würde nach Hause gehen, saure Pommes und Mousse Chocolate zum Abendessen schnabulieren, dabei ein paar Sims im Pool ertränken und mit dem Hund schmusen. (Ich hätte eine Bulldogge, irgendwas, was sich auch nicht so gerne bewegt.)

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