Lustig, lustig, trallalalalaaa …

Was 2017 (siehe Primärquelle oben) schon galt, gilt auch in diesem Jahr wieder: Nikolaus ist in diesem Haus Stress pur.

Entweder vergesse ich es komplett und mir fällt erst am Vorabend um 23.17 Uhr ein, wenn selbst diese radelnden Lebensmittelkuriere ihr Tagewerk eingestellt haben, dass ich mich lediglich im Besitz eines verschrumpelten Apfels und einem angefangenen Glas Nutella befinde oder ich denke daran, kaufe schon eine Woche vorher die feinsten, teuersten Sachen von Lindt, Milka & Co. – nur um dann besagte feine Sachen vorher alle aufzuessen und wieder bei Apfel und Nutella zu landen.

Ich glaub nächstes Jahr falte ich einfach einen Origami-Weihnachtsmann aus einem 5-Euro-Schein, steck den in den nicht geputzten Stiefel (weil ich um 23.17 Uhr echt keinen Bock mehr habe, Schuhe zu putzen) und gut ist.

Einen Scheiss muss ich hier.

Theoretisch könnte ich jetzt einen super kritischen, deepen Text dazu schreiben, warum ich persönlich Weihnachten nicht feiern will, oder wieso mich bestimmte weibliche Führungskräfte abfucken, die sich auf Twitter als Superfeministinnen par excellence abfeiern, im realen Leben aber kleine, misogyne Furzknoten sind.

Ich könnte auch was lustiges über irgendein aktuelles Fernsehformat schreiben – oder über WettenDass, TV Total und warum wir uns so hart die Vergangenheit zurückwünschen.

Ich könnte auch einen Rant darüber schreiben, warum ich es zum Kotzen finde, wenn Black Friday bzw. alle Menschen, die sich an diesen Tagen etwas kaufen, im Netz niedergemacht werden, als würden sie frittierte Katzenbabies in dunklen Gassen feilbieten würden – nur weil kein Schmock mal wieder auf die Idee kommt, dass es Menschen gibt, die sich ausschließlich jetzt eine bestimmte Sache leisten können.

Aber ich mag nicht.

Ich bin müde. Von allem. Und nein, das ist kein „Gnaaah, warum ist es hier in Hamburg so grau und nass und eklig„-Mood. Auch keine Herbst- oder Winterdepression, die sich mit leisen, gefütterten Sohlen von hinten angeschlichen hat. Das ist auch keine „normale“ Depression – whatever that is.

Das ist einfach nur ein: Ich mag nicht. Ich mag gerade gar nichts mehr.

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