Happy Valentinstag!

Der Valentinstag ist nah. Hurra! Oder auch nicht. Je nachdem, wen man fragt. Ich habe ja eher die romantische Ader eines Steins, deswegen wird es dieses Jahr auch nur das obligatorische Begrüßungskopfnicken am Morgen geben und abends gehe ich weg und trinke Alkohol. Mit anderen Menschen, mit denen ich nicht schlafe.

Das alles hat weniger damit zu tun, dass ich zu den Leuten gehöre, die gerne irgendwas von Grußkartenkartellverschwörung murmeln, sondern schlicht, dass ich dem Mann während des Jahres oft genug kleine Sachen schenke und es im Gegenzug quasi unmöglich ist, mir etwas zu schenken, dass ich nicht eigentlich scheiße finde.

Ich mag nur eine einzige Pralinensorte, nur zwei Blumenarten (und die auch nur in ganz speziellen Farbtönen), im Bereich Schmuck kann man bei mir nur gänzlich versagen und wer auf die Idee kommt, mir Dessous zu schenken, ist ab diesem Moment wieder Single.

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Frische, alte Krabbenbrötchen (reloaded)

Vor fast fünf Jahren, noch bevor ich selbst in Hamburg wohnte, weilte ich des Mannes wegen für ein paar Tage in der schönsten Stadt Deutschlands. Und nachdem wir uns an Elbe und Alster satt gesehen hatten, entschieden wir uns – spontan, jung und verrückt, wie wir damals nun mal waren –, einen Abstecher an die See zu machen. Und fuhren nach Büsum.

In Büsum selbst ist nicht viel, vor allem außerhalb der Saison. Ein Deich, ein paar Schafe, etwas Strand und eine Innenstadt in der Größe eines Schuhkartons, in der sich vor allem die Gelegenheiten, Essbares zu konsumieren und den BMI in ungeahnte Höhen zu treiben, nur so stapeln. Und vorrangig gibt es dort natürlich Meeresgetier. Denn dafür fährt man ja ans Meer: Um frisches, totes Meeresgetier zu schnabulieren.

Ich bin bekanntlich ein furchtbar schlechter Veganer, um nicht zu sagen, ich gehöre zu den wenigen carnivoren Veganern, die es gibt und die sich vor allem dadurch auszeichnen, dass sie Sätze wie „Was kochst du da? … Chili con Carne? … Kann ich nicht essen, vegan und so, du weißt ja … Sieht aber lecker aus … Ach. Ich ess‘ einfach ’nen Apfel … Andererseits riecht das wirklich gutNOMNOMNOMNOM!!“ sagen.

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