Das Ministerium für maximal mögliche Ästhetik empfiehlt:

„Am Wochenende wird es über 20 Grad.“ Ich erstarre und glotze sie an. „Das geht nicht.“ stammle ich „Ich habe keine Klamotten für so ein Wetter. Und was noch wichtiger ist: Ich hab keinen Körper für so ein Wetter!“

Ich mag den Sommer. Theoretisch.

Praktisch lebe ich überraschenderweise aber nicht auf einer einsamen Insel, wo ich den ganzen Tag nackt, schwabbelig und mit alabasterfarbener Haut durch die Flora hüpfen kann, ohne mir Gedanken zu machen, was Holger und Ute von Gegenüber darüber denken.

Nein, wenn man hier durch die Tür in dieses Draußen schreitet, macht man das bitte schön nicht nackt, nicht mal halbnackt, vor allem jedoch nicht schwabbelig und stets nur mit glatter, zumindest leicht angebräunter Haut.

Denn: Braunes Fett ist hübscher als weißes.

Die Füße dabei bitte ohne auch nur einen Ansatz von Hornhaut, die Zehennägel hübsch pedikürt. Gerne auch farblicher Abstimmung zum Outfit.

Apropos Outfit. Falls jemand der Illusion erlegen ist, es ginge bei einem sommerlichen Outfit primär darum, so wenig wie möglich zu schwitzen, der irrt. Kleidung hat im Sommer vorrangig, wenn nicht ausschließlich den Grund, unansehnliche Körperpartien zu verdecken.

Die Formel hierzu ist übrigens ganz einfach: Anzahl der missbilligenden Blicke = Quadratzentimeter der zu bedeckenden „Körperflächen“. Easypeasy.

Sollte man lediglich über einen Körper verfügen, der auch komplett verhüllt bei Fremden – deren ästhetischen Ansprüchen wir uns natürlich fügen müssen – das Bedürfnis des Erbrechens auslöst, sollte man in Erwägung ziehen, zwischen April und November das Haus nicht oder bestenfalls nur nachts bzw. bei Neumond zu verlassen.

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#artvsartist

Ich bin normalerweise nicht so der hashtagige Typ. Aber #artvsartist auf Instagram ist tatsächlich eine ganz nette Idee, um mal auf die Illustratoren, Künstler etc. hinter den Arbeiten hinzuweisen. Im Gegensatz zu mir, die ja doch mit einer gewissen Regelmäßigkeit ihr Schnäuzchen vor die Kamera hält, neigen viele Künstler im Netz dazu, verschwommen bis anonym zu bleiben. Was sehr schade ist, da sich bei den meisten – oder zumindest denen ich folge – mehr als interessante und inspirierende Personen hinter den Accounts verbergen.

In diesem Fall ist es aber die ideale Gelegenheit mal unter dem Hashtag zu stöbern und ein paar neuen interessanten Menschen zu folgen!