Der Gute-Laune-Garant

Snapchat ist tot. Mir doch egal! Solange es auf Instagram nicht solche Filter gibt, werde ich dort immer wieder vorbeischauen. Es ist einfach wichtig, seine kleinen Ecken und Nischen in der digitalen (und analogen) Welt zu kennen, wo einem immer wieder aufs Neue ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert wird. Okay, die Snapchatfilter sorgen vor allem dafür, dass einem regelmäßig der Kakao vor Lachen durch die Nase schießt – aber sieht man von der Sauerei einmal ab, ist das doch noch großartiger!

Auf welche Tools, Apps, Blogs, Instagram-Accounts könnt und wollt ihr nicht verzichten? Oder ist das, was euch ganz gezielt, jedes Mal aufs Neue ein breites Lächeln ins sonst trübe Gesicht zaubert, ganz und gar analog – vielleicht ein frisches Brötchen mit Leberwurst und Gürkchen oder eine dieser Massagen, bei der man von einer zierlichen, aber überraschend brutalen Thailänderin durchgewalzt wird?

Schreibt mir in die Kommentare, was bei euch ein Garant für gute Laune und ein sattes Gefühl von Zufriedenheit ist! Ich habe nun jede Menge Zeit, ein paar neue Sachen auszuprobieren!

Das Whiteboard

Ich stehe seit etwa einer Stunde vor dem Whiteboard und starre es einfach nur an. Vielleicht sind es auch nur fünfzehn Minuten. Oder zwei. Aber das klingt nicht so dramatisch.

Es gibt keinen Grund, warum ich hier so dumm rumstehe, außer dass ich eigentlich vorhatte, es zu säubern. Und genau das eben nun nicht mache.

Ich hatte das Whiteboard in der letzten Phase des Buches gekauft. Es war sauteuer, riesig und wunderschön. Andere Menschen träumen von Einhörnern und kohlenhydratarmen Keksen, ich habe feuchte Träume von Excel-Tabellen und Whiteboards. Neben meinem Listen- und Übersichts-Fetisch hat mir das Whiteboard aber tatsächlich in den letzten Wochen mehr als einmal den literarischen Arsch gerettet und mir Klarheit verschafft, wo sonst nur koffeingetränktes Chaos herrschte.

Es war mein Kamerad. Zwar ein sehr stummer Kamerad, aber so habe ich meine Kameraden eigentlich am liebsten.

Und nun es einfach abwischen?

Es ausradieren? Sein Gedächtnis löschen? Das dumme Ding ist analog. Es würde kein Strg+Z geben. Das fühlt sich nicht richtig an. Wie bei einem uralten, zu Tode geknuddeltem Kuscheltier aus Kindertagen, bei dem man kurz überlegt, es wegzuschmeißen und sich anschließend – quasi von Schuldgefühlen dahingerafft – gleich selbst mit in die Mülltonne legen möchte.

Natürlich ist mir klar, dass ich das Whiteboard früher oder später leer wischen muss. Weil es nun mal in der Natur eines Whiteboards liegt, gewischt zu werden.

Aber für diesen Moment stehe ich einfach noch ein bisschen hier, mit dem Tuch in der Hand und starre es einfach nur unschlüssig an …