Tschüss Komfortzone

Ich will nicht sagen, dass ich mich unbeschreiblich schwer verletzt habe, aber mein Daumen tut sooooo weeeeeeh! Für so Nagelknipser sollte es wirklich einen Waffenschein geben. Zumindest für Menschen wie mich.
 
Zeichnen ist damit zwar ein bisschen schwer, fast unmöglich, dass ich nicht ohnmächtig dabei werde, grenzt an ein Wunder, aber ich habe mich meiner schweren Verletzung zum Trotz heute mal entschlossen, meine Motiv-Komfortzone zu verlassen und mit einem ganz anderen Thema anzufangen …

Wann habt ihr das letzte Mal eure Komfortzone verlassen? Dass ist gar nicht so schlimm, habe ich festgestellt. Ihr solltet nicht damit warten, bis ihr euch auch fast Gliedmaßen amputiert. Das Leben ist einfach zu kurz zum Warten.

Es war einmal …

Es gab eine Zeit, in der ich Dinge unternommen habe. In der ich mich mit Menschen getroffen habe. Ganz analog. Da draußen.

In der wir Dinge gemacht, bestellt und gegessen haben. Genossen haben. In der wir lachten. Pläne schmiedeten. Träume jagten.

Ich glaube, ich kann nicht mal sagen, dass ich diese Zeit vermisse. Sie ist einfach abhanden gekommen wie ein Schal, den man in einen Club hat liegen lassen. Sie ist eine graue, verschwommene Erinnerung, die genauso jemand anderen gehören könnte. Die man nur zu kennen glaubt, weil jemand anders einem von ihr erzählt hat.

Und dennoch tut es weh, wenn ich wie aus dem Nichts dann doch was finde. Eine Postkarte. Eine Quittung. Ein Foto. Eine Momentaufnahme aus jener Zeit. Ein unleugbarer Beweis, dass es sie gegeben hat.

Und plötzlich es tut einfach weh.