Nicht schön, aber wahr

Das ist ein ziemlich akkurates, aktuelles Bild von mir. So ganz ohne Beauty-Snapchat-Filter. En naturel quasi.

Das ist nicht unbedingt schön, aber die Wahrheit. Damit sich die tiefen Furchen in meinem Antlitz wieder glätten, muss ich mich in den kommenden Wochen aber ein bisschen rar machen.

Denn dieses gottgleiche Wesen auf dem Bild (gottgleich eher wie eine latent adipöse Göttin der Unterwelt …) sieht nur so aus, weil sie dringend ein Buch fertig schreiben muss. Das soll nämlich bis Ende des Jahres druckreif sein.

Und damit weder Rowohlt beim Lektorieren die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, noch ich bei der ersten Lesung denke „Igitt, wer hat das denn geschrieben, ach, das war ja ich!“, muss ich mich erstmal auf dieses Buch konzentrieren …

Netflix hab ich gekündigt, Zattoo ebenfalls – muss ich jetzt Werbung wegen Markennennung dazu schreiben? WERBUNG! –, bleibt also noch das böse Internet als solches. Der Blog wird daher bis auf Weiteres ruhen, alle anderen Projekte ebenfalls und Facebook natürlich auch.

All denen, die so viel Freude am ersten Buch hatten – und mir mit ihrem lieben Feedback wirklich eine ebenso große Freude gemacht haben –, schulde ich, dass das zweite Buch genauso wird wie das erste Buch. Oder zumindest ansatzweise. Ein bisschen ernst, ein bisschen witzig, ein bisschen ungnädig mit sich selbst und der Welt – und ein bisschen wahr.

Wer gar nicht auf mich verzichten mag, darf auf Instagram vorbeischauen – dort gibt es dann ab und zu ein Lebenszeichen. Ansonsten gilt: Wir lesen uns Ende des Jahres wieder!

Dann sehe ich auch wieder so aus:

Carpe Diem, Leute!

Diesen Sommer hatte ich unverhältnismäßig viele Mücken und aufgrund der ungünstigen Kombination Garten/Erdgeschoss-Wohnung auch nicht gerade wenige Spinnen in der Wohnung. Mein Hobby ist daher seit geraumer Zeit, sechs- und achtbeinige, kleine Viecher totzuschlagen. Und da dieser Sommer offenbar Probleme hat, loszulassen und es Mitte Oktober immer noch Zwölfzig Grad warm ist, scheint in Bezug auf dieses illustre Hobby kein Ende in Sicht.

Klar gibt es im Drogeriemarkt fünftausendundeins Produkte, die dagegen Hilfe versprechen, aber dann muss ich mir ein neues Hobby suchen und das klingt nach etwas sehr Anstrengendem. Daher habe ich, um einerseits mein Hobby beizubehalten, aber andererseits dem vielbeinigen Treiben in meiner Wohnung dennoch ein bisschen Einhalt zu gebieten, angefangen, die Leichen der Verblichenen an Ort und Stelle zu belassen und entsprechende Warnungen für ihre Nachfolger zu hinterlassen.

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