Claudia H., 34, Lauftalent

„Mir geht nicht mehr aus dem Kopf, was du gesagt hast.“ schreibt sie und ich fühle mich ein bisschen seltsam, als ich das lese. Das Thema war mal wieder mein Essverhalten, um nicht zu sagen: meine Superkraft, alles, was vorrangig aus Kohlenhydraten, Zucker & Co. besteht, einfach wegzuinhalieren.

Und meine Abneigung gegen Sport im Allgemeinen oder das Schwitzen als Tätigkeit im Speziellen. Und damit verbunden natürlich meine ausufernde Körperfülle, die sich wie Hitlers Expansionsdrang in alle Himmelsrichtungen gnadenlos und unaufhaltsam auszubreiten ließ.

Nichts Neues also. Für mich zumindest. Und mein näheres Umfeld. Und mein weiteres Umfeld. Quasi jeder, der die Naivität besaß zu fragen und dann nicht schnell genug weglaufen konnte. Was relativ einfach ginge, da ich ja bekanntlich nicht hinterher laufen würde.

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Wilde März-Vorsätze

Als großer Fan von Vorsätzen habe ich mir für den März zwei Sachen vorgenommen. Also neben den ganz selbstverständlichen Dingen, wie innerhalb eines Monats 20kg abzunehmen. Oder 38-mal die Woche Sport zu machen und sich nur noch ovo-lakto-glutenfrei-pescetarisch zu ernähren. Und natürlich eine 1000 kcal-Diät zu entwickeln, die ausschließlich aus Toffifee und Nutella besteht.

Also neben diesen ganz normalen Dingen, die ich mir schließlich ohnehin jeden Monat vornehme, will ich im März zum einen jeden Tag eine Kleinigkeit zeichnen. Und sei es nur mit Kulli auf Toilettenpapier zwischendurch …

Einfach, weil mir die Kreativität in meinem Leben Alltag ein wenig fehlt. Und weil ich nicht noch mehr Druck in meinem Leben Alltag brauche, geht es hier nicht darum, möglichst perfekte Illustrationen fertig zu stellen, sondern schlicht und einfach ein bisschen Spaß zu haben. Muss man ja auch erst wieder lernen. Wie das geht. Mit dem Spaß und so.

Und zum anderen will ich jeden Tag bloggen – und seien es nur 3 Sätze darüber, wie ich heute auf dem Büro-Klo mit Kulli auf Klopapier gezeichnet habe. Keine perfekten Kurzgeschichten, keine auf den Punkt formulierten, witzigen und stets bemühten Anekdoten. Einfach nur Gedanken. Mal leise, mal laut, mal klar, aber vermutlich in der Regel eher wirr.

Einfach, weil ich nach dem ganzen mega professionellem (haha, ja, jetzt musste ich selbst lachen …) Buchgeschribsel der letzten 1,5 Jahre ein wenig Tippen um des Tippen willens brauche.

Weil jeder, der über einen gewissen Zeitraum Content immer nur für andere und immer weniger für sich selbst erstellt – egal in welcher Form –, irgendwann mal innehalten sollte. Einfach mal die Filter weglassen. Das Retuschieren. Das perfekt-sein-wollen.

Sondern stattdessen nur einfach machen!

Mal sehen, wie und ob das klappt. Auf alle Fälle fehlte mir zuletzt sowohl das Zeichnen, als auch das einfach-mal-Bloggen und zumindest heute habe ich das schon mal geschafft! Ha.