Wann kommt denn nun das neue Buch raus?!

Es gibt so Dinge, die hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Irgendwann, es dürfte bis zu zwanzig Jahre her sein, las ich in irgendeinem Magazin, so ganz aus Papier und totem Holz, denn das las man damals noch, über einen Autor. Ich weiß nicht mehr, welcher es war. Ich weiß nur noch, es war einer „der Großen“. Einer dieser weißen, Ü-50-Autoren mit Penis, die schwere Werke voll Wichtigkeit verfassen, denen man ihre künstlerische Potenz schon beim Foto ansieht und die ihre weltverändernden Romane an schweren, wuchtigen Schreibtischen vor malerischen Kulissen schreiben. Es war also mehr ein Gefühl, das sich mir beim Lesen des Artikels aufdrängte. Das mir im Gedächtnis blieb. Und eine einzige Information: Dass er seit fast zehn Jahren an seinem neuen Roman schrieb. Und ich dachte: What? Wofür braucht der zehn Jahre? Ich meine, bei der künstlerischen Potenz und dem Schreibtisch und der Kulisse – was braucht der Mann denn noch?

Das war, wie gesagt, recht lange her. Ich weiß nicht, ob er das Buch inzwischen fertig hat oder ob er noch lebt. Ich habe von diesem Mann nichts gelesen, denn ich mag meine Autoren bevorzugt tot. Tote Autoren neigen dazu, nach Jahren der Anbetung und Bewunderung, nicht bei Sandra Maischberger oder in einem WELT-Interview aufzutauchen und dumme Sachen zu sagen über Flüchtlinge, Hitler, Frauen und ähnliches, worüber man heutzutage gerne dumme Sachen sagt, wenn man doch lieber schweigen sollte.

Das, was ich jedoch inzwischen weiß, ist, dass so zehn Jahre für ein Buch gar nicht mal so viel sind.

Und damit komme ich endlich zum Punkt. Denn das mit dem zweiten Buch dauert noch ein bisschen.

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Ein kleines Lächeln im Januar

Das neue Jahr ist einen Monat alt, meines aber genau genommen erst sechs Tage – da ich aus Gründen beschlossen habe, dass der Januar nicht gilt!

Viel Scheiß ist in den letzten Wochen und Monaten passiert, vieles, das ich gerne ungeschehen machen würde, das ich aushalten musste, mit zusammen gebissenen Zähnen und tiefen Furchen des Zorns zwischen den Augenbrauen. Jetzt ist der Februar da und ich kann endlich auch geistig ins Neue Jahr starten bzw. mir auch mal Gedanken machen, was ich nun mit diesem Jahr anfangen möchte.

Und trotz aller beschissenen Momente in der letzten Zeit gab es auch Überraschendes. Zum Beispiel, dass ich mir endlich wieder Zeit genommen habe, Matroschkas zu machen. Erst eine Große als Einzelstück und dann sogar noch ein 3er Set für den Valentinstag. Etwas, was ich wirklich seit Ewigkeiten wieder machen wollte. Das Herstellen dauert gefühlt ewig, weil man ständig warten muss, bis einzelnen Schichten fest und getrocknet sind, und regelmäßig zweifelt man, ob es denn am Ende auch wirklich so aussehen wird, wie man es sich vorgestellt hat …

Sind sie aber endlich mal fertig, ist es ein kaum zu beschreibendes Gefühl. Ich will nicht sagen, das der Januar deswegen doch ganz geil war – aber wenn man es selbst schafft, sich hin und wieder ein Lächeln ins vergrämte Gesicht zu zaubern, ist das doch einiges wert.

Und nun: Auf, auf, in den Februar! Auf ins Neue Jahr!